Im Verbundprojekt RoLiXX arbeiten Forschende der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG) gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie an Verfahren zur Gewinnung von Lithium aus salzhaltigen Tiefenwässern des Norddeutschen Beckens. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung regionaler Rohstoffquellen vor dem Hintergrund zunehmend unsicherer globaler Lieferketten, heißt es in einer Mitteilung von Fraunhofer IEG. Ziel des Projekts ist es, Lithium aus heimischen Thermalwässern wirtschaftlich zu erschließen und die Rohstoffgewinnung mit geothermischen Anwendungen zu verknüpfen. RoLiXX steht für Rotliegend als Lithiumressource im Norddeutschen Becken – von der EXploration zur EXtraktion.
Das Vorhaben umfasst einen geologischen und einen verfahrenstechnischen Schwerpunkt. Im geologischen Teil wird untersucht, in welchen mineralogischen Phasen das Lithium im sogenannten Rotliegend gebunden ist und unter welchen Bedingungen es in Tiefenwässer freigesetzt wird. Das Rotliegend, eine rund 300 Mio. Jahre alte Gesteinsabfolge aus Sandsteinen und Vulkaniten in drei bis fünf Kilometern Tiefe, gilt im Norddeutschen Becken als besonders aussichtsreich für lithiumhaltige Thermalwässer. Auf Basis vorhandener Bohrdaten und Proben soll die räumliche Verteilung der Lithiumvorkommen erstmals systematisch von der niederländischen bis zur polnischen Grenze analysiert werden.
Im technischen Teil entwickelt das Projekt die Verfahren zur Extraktion von Lithium aus den hoch salzhaltigen Tiefenwässern, wie sie auch in Geothermieanlagen genutzt werden. Lesen Sie weiter........




