Wahrgenommene Sicherheit entscheidet über Nutzung von Trinkwasserbrunnen

Forschende haben 14.128 Nutzungssituationen in Bamberg beobachtet

Forschende der Otto-Friedrich-Universität Bamberg haben zum bundesweiten Hitzeaktionstag 2026 untersucht, warum öffentliche Trinkbrunnen trotz zunehmender Hitzebelastung häufig nur wenig genutzt werden. Die in der Fachzeitschrift Nature Water veröffentlichte Studie zeigt, dass die Nutzung nicht allein von der Verfügbarkeit der Brunnen abhängt. Eine wichtige Rolle spielen vielmehr psychologische Faktoren, insbesondere Bedenken hinsichtlich möglicher Verunreinigungen.

Nach Angaben der Universität greift dabei ein psychologischer Schutzmechanismus, der Menschen dazu veranlasst, potenzielle Krankheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. In einer Befragung mit 1.095 Personen gaben rund 60 Prozent der Teilnehmenden an, in Deutschland noch nie einen öffentlichen Trinkbrunnen genutzt zu haben. Dabei zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Nichtnutzung und Sorgen über die Hygiene beziehungsweise mögliche Verunreinigungen der Wasserquelle.

Im Rahmen eines Feldexperiments untersuchten die Forschenden zudem, ob sich diese Unsicherheiten durch gezielte Hinweise abbauen lassen. Dafür wurden an vier Trinkbrunnen in Bamberg insgesamt 14.128 Nutzungssituationen beobachtet. Lesen Sie weiter........

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