
Der Wasser- und Abwasserverband Osterholz (WAV) möchte die Fernauslesung von Trinkwasserzählern einführen. Ziel des kommunalen Unternehmens sei es, eine Fernauslesung von Trinkwasserzählern über ein eigenes Funknetz, das langfristig unabhängig betrieben werden kann, einzuführen, wie der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) auf seiner Serviceplattform KommunalDigital mitteilte. Der WAV interessiere sich nun für Erfahrungen, suche den Austausch mit Gleichgesinnten sowie technische Lösungen rund um den Aufbau einer eigenen Funkinfrastruktur.
Der WAV beabsichtige die Fernauslesung seiner Trinkwasserzähler umzusetzen und plane die Datenfernübertragung via LoRaWAN, wMBus oder NB-IoT oder gegebenenfalls über alternative Funktechnologien direkt vom Zählerstandort bis ins Abrechnungssystem zu übermitteln. Ein technischer Partner solle das Funksystem planen und errichten, der spätere Betrieb werde vom WAV selbst übernommen.
Die Datenfernübertragung soll den Angaben zufolge flächendeckend im Gebiet des Landkreises Osterholz realisiert und auch für Einrichtungen der Abwassersparte genutzt werden – beispielsweise zur Übermittlung von Füllständen in Schächten, Störmeldungen aus Anlagen sowie Stromzählerständen im Rahmen des Energiedatenmanagements. Langfristig könnte die Funklösung auch anderen Kommunen im Landkreis zur Verfügung gestellt werden. Als kommunales Unternehmen stellt der WAV den Angaben zufolge für seine sieben Mitgliedskommunen im Landkreis Osterholz und somit für annähernd 70.000 Kundinnen und Kunden die tägliche Trinkwasserversorgung und die Abwasserbeseitigung sicher.


