Wasserkraft auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren

Die seit Februar deutlich zu geringen Niederschläge sorgten bei der Wasserkraft für einen größeren Rückgang im Vergleich zum Vorjahr: sie trug im ersten 1. Halbjahr 2025 mit 8,1 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom zur Stromerzeugung bei, das waren 29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), wie der BDEW Mitte Juli mitteilte.

Im ersten Halbjahr 2024 waren aus Wasserkraft 11,4 Mrd. kWh Strom erzeugt worden. Mit dem Halbjahresergebnis für 2025 liege die Wasserkraft auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren. Unter anderem habe fehlendes Schmelzwasser im Frühjahr das Potenzial der Wasserkraft gemindert.

Insgesamt erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen laut ZSW und BDEW von Januar bis Juni 141 Mrd. kWh Strom - 5,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als 149 Mrd. kWh erzeugt worden waren. Die Ursachen für den Rückgang seien auch insgesamt witterungsbedingt: Vor allem dem im historischen Vergleich außerordentlich windschwachen 1. Quartal 2025 sei geschuldet, dass die Stromerzeugung aus Windenergie im ersten Halbjahr zurückgegangen sei.             

- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -