Die Stadtwerke Speyer (SWS) wollen in einer Testanlage auf ihrer Kläranlage Wasserstoff aus Klärschlamm gewinnen und rechnen mit ersten Testläufen ab dem vierten Quartal dieses Jahres. Der bauliche Fortschritt der Testanlage sei jetzt markiert, teilten die Stadtwerke anlässlich des Spatenstichs mit, den Vertreter der SWS, der Entsorgungsbetriebe Speyer (EBS), der Stadt sowie der umsetzenden Kräfte aus der Wirtschaft gemeinsam gesetzt haben. Nach der Bewilligung der Projektförderung durch das Land im März wurde kürzlich die Baugenehmigung erteilt.
Die BHYO Hydrogen Technology mit Sitz in Ludwigshafen ist Koordinator des Projekts. Als Partner im Verbund wirken neben den SWS und der Stadt Speyer das Deutsche Biomassenforschungszentrum, die Gas- und Umwelttechnik GmbH und die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung mit. Die Technische Hochschule in Bingen steht als wissenschaftliche Kompetenz zur Seite.
Die Rolle der SWS bei der Umsetzung des Unterfangens sieht Geschäftsführer Wolfgang Bühring als Werkzeug. „Als solches wollen wir alles tun, um Synergien zu nutzen und Wertstoffe so zu verarbeiten, dass wir eine tolle Kreislaufwirtschaft bekommen“, betonte er anlässlich des Spatenstichs.
Die Testanlage selbst besteht laut Projektleiter Rolf Schmitt bereits seit 2012. In Kooperation mit Bilfinger und Linde wurde sie im Industriestandard gebaut und in über 1.500 Betriebsstunden mit unterschiedlichen Kombinationen biogener Stoffe getestet.
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