Wie lassen sich wasserbewusste Städte gestalten?

Die Kurt-Eberhardt-Bode-Stiftung fördert ein Projekt am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin, in dessen Rahmen Maria Warter in den nächsten Jahren eine Juniorforschungsgruppe zum Thema „Wasserbewusste Städte der Zukunft“ aufbaut. Untersucht wird, wie sich das Potenzial von Gewässern in der Stadt – für Menschen und Artenvielfalt – durch sinnvolle Renaturierungen und Gewässergestaltung nachhaltig erschließen lässt, berichtet das IGB.

Dabei begeben sich die Forschenden „auf die Spur“ des Wassers in der Stadt: Wie viel Regen und geklärte Abwässer landen in den Gewässern? Was fließt ins Grundwasser und wie viel wird von Pflanzen aufgenommen oder verdunstet wieder? Kombiniert werden dafür innovative Tracer-Ansätze und genetische Analysen wie „Umwelt-DNA“, um den Einfluss von Klima und Urbanisierung auf die Wasserqualität, den Wasserhaushalt sowie den Ursprung und Transport von Mikroorganismen und aquatischer Artenvielfalt zu untersuchen.

Gleichzeitig bildet die Juniorforschungsgruppe eine Schnittstelle für die Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft, um realen Austausch über die städtischen Grenzen hinaus zu fördern und Strategien und Konzepte zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser zu erarbeiten. Durch integrierte und innovative ökohydrologische Forschung soll somit die nachhaltige Entwicklung und Nutzung von urbanen Gewässern verbessert werden, um die Resilienz von städtischen blau-grünen Infrastrukturen gegenüber Klimaextremen zu stärken, lokale Biodiversität zu fördern und so wasserbewusstere Städte der Zukunft zu schaffen.

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