Der Gewässerabschnitt der Wipper im Bereich des Wehres Kerspe in Wipperfürth-Ohl wird für Fische und Kleinstlebewesen ökologisch durchgängig gestaltet. Da das sich in Privatbesitz befindende Wehr, das bisher eine Barriere für die Flusslebewesen darstellt, denkmalgeschützt ist und erhalten bleibt, baut der Wupperverband als Umgehung ein offenes Gerinne am linken Uferbereich. So können die Fische künftig um das Wehr herum flussaufwärts und -abwärts schwimmen. Wie der Wupperband weiter mitteilt, sollen die Arbeiten etwa sieben Wochen in Anspruch nehmen.
Die Investitionen für die aktuelle Maßnahme betragen insgesamt 75.000 Euro. Sie dient zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und wird zu 80 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Im nächsten Jahr sollen im Rahmen der Gewässerunterhaltung zwei weitere Renaturierungsmaßnahmen in Wipperfürth-Egerpohl sowie in Wipperfürth-Böswipper folgen. Geplant sind hier neben Gewässeraufweitungen und Strukturverbesserungen auch die Anpflanzung von Bäumen zur Beschattung des Fließgewässers Wipper.
Die Projekte Wehr Kerspe, Egerpohl und Böswipper sind vorgezogene Unterhaltungsarbeiten eines großen Maßnahmenpakets des Wupperverbandes für die obere Wupper / Wipper zwischen Marienheide und Wipperfürth. Hier laufen Planungen, um in den kommenden Jahren in einem rund zehn km langen Flussabschnitt Renaturierungen umzusetzen und Retentionsraum im Sinne des „grünen Hochwasserschutzes“ zu schaffen.




