Der Wupperverband hat die Sanierung der Kläranlage Wermelskirchen gestartet. Die Anlage soll moderner, effizienter und klimaneutraler werden, wie der Verband Ende Mai mitteilte. Die jetzt mit der Baustelleneinrichtung und dem Rohbau begonnenen Arbeiten dauern nach jetzigem Stand ungefähr bis Mitte 2029.
Im Rahmen der umfangreichen Baumaßnahmen würden verschiedene Anlagenteile erneuert; auf dem Plan steht den Angaben zufolge beispielsweise die Erweiterung des Maschinenhauses durch einen Anbau für die Gebläse für die biologische Reinigungsstufe. Die Mikroorganismen, die das Abwasser reinigen, werden über das Gebläse mit Sauerstoff versorgt. Durch die Nähe des neuen Maschinenhauses zu den Belebungsbecken und kürzere Wege wird u. a. auch der Energiebedarf optimiert. Zudem wird für die Niederspannungsverteilung der mechanischen Reinigungsstufe und Zulaufgruppe ein neues Schaltanlagengebäude gebaut.
Um klimaneutraler zu werden, ersetzt der Wupperverband die Ölheizung durch Wärmepumpen und stattet die Kläranlage mit Photovoltaikanlagen aus. Eine ökologische Baubegleitung sei in das Projekt eingebunden. In diesem Rahmen wurden Fledermausnistkästen auf der Anlage installiert, um den Artenschutz zu fördern.
Die Kläranlage wurde dem Wupperverband zufolge 1960 gebaut und zuletzt 1992 bis 1995 saniert. In ihr wird Abwasser aus großen Teilen von Wermelskirchen gereinigt. Die Ausbaugröße beträgt 18.000 Einwohnerwerte. Die Anlage kann maximal 212 Liter Abwasser pro Sekunde aufnehmen, das in einem mehrstufigen Verfahren gereinigt wird.




