Beim diesjährigen Symposium Flussgebietsmanagement des Wupperverbandes sind Abschlussarbeiten zu den Auswirkungen von Biberaktivitäten auf Hochwasserrückhaltebecken, zum Sedimentmanagement an Talsperren, zur Übertragung kommunaler Abwasserkanalnetze sowie zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in hydraulischen Simulationen ausgezeichnet worden. Der Verband verlieh am 19. Mai in Wuppertal vier Preise für Bachelor- und Masterarbeiten, die konkrete Fragestellungen aus der wasserwirtschaftlichen Praxis aufgreifen, heißt es in einer Mitteilung.
Der mit jeweils 1.000 Euro dotierte erste Preis wurde in diesem Jahr zweimal vergeben. Lukas Enders erhielt die Auszeichnung für seine Bachelorarbeit an der Technischen Hochschule Köln über den Einfluss von Biberaktivitäten auf die Sicherheit von Hochwasserrückhaltebecken. Die Arbeit untersucht mögliche Gefährdungen technischer Bauwerke und zeigt Schutzmaßnahmen sowie den Bedarf an klaren rechtlichen Rahmenbedingungen im Spannungsfeld zwischen Artenschutz und Anlagenbetrieb auf. Ebenfalls mit dem ersten Preis wurde Leonard Martin Kaufhold ausgezeichnet. In seiner Masterarbeit entwickelte er ein Konzept für das Sedimentmanagement der Wupper-Vorsperre und erarbeitete Datengrundlagen, Standortmodelle und Entnahmestrategien als Grundlage für das Sedimentkonzept des Wupperverbands.
Der zweite Preis (800 Euro) ging an Jan-Philipp Rau von der Universität Duisburg-Essen. Er analysierte in einer politikökonomischen Untersuchung die Übertragung kommunaler Abwasserkanalnetze auf sondergesetzliche Wasserverbände in Nordrhein-Westfalen. Den dritten Preis (500 Euro) erhielt Christian Lammers für seine Arbeit zu Deep-Learning-basierten Ersatzmodellen für hydraulische Simulationen. Die Ergebnisse zeigen Potenzial für die schnellere Erstellung von Hochwassergefahrenkarten und die Beschleunigung von Hochwasservorhersagen.
Insgesamt waren sechs bereits benotete Bachelor- und Masterarbeiten eingereicht worden. Der Vorstand des Wupperverbandes, Ingo Noppen, erklärte anlässlich der Prämierung. „Es zeigt sich, die Wasserwirtschaft hat für junge Forschende viele spannende Themen zu bieten. Und die prämierten Arbeiten liefern uns viele konkrete Ansatzpunkte und Hilfestellungen für unsere tägliche Arbeit." Auch im kommenden Jahr werden erneut Studienabschlussarbeiten mit Bezug zum Aufgabenspektrum des Wupperverbandes prämiert.




