Die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) hat mit der Inbetriebnahme einer weitergehenden Aufbereitungsanlage (WAA) im Wasserwerk Halingen die Modernisierung ihrer Trinkwasseraufbereitung abgeschlossen. Wie die WWW berichten, ist nun auch das letzte der fünf Wasserwerke im Netzverbund von WWW, Gelsenwasser und DEW21 mit zusätzlichen technischen Aufbereitungsstufen ausgestattet. Für die Modernisierung der Wasserwerke investierten WWW und ihre Gesellschafter Gelsenwasser und DEW21 insgesamt rund 160 Mio. Euro. Auf das Wasserwerk Halingen entfielen davon etwa 40 Mio. Euro. Die erste Anlage dieser Art war vor zehn Jahren im Wasserwerk Echthausen in Betrieb gegangen.
Mit den neuen Aufbereitungsstufen setzt WWW die Anforderungen des Landesprogramms „Reine Ruhr“ um. Die bislang überwiegend naturnahe Trinkwasseraufbereitung wurde um die Verfahrensschritte Ozonung, Flockung, Mehrschichtfiltration und Aktivkohleadsorption erweitert. Zudem wurden die Nachbehandlungsschritte modernisiert. Die Entsäuerung erfolgt künftig über ein physikalisches Verfahren ohne Chemikalieneinsatz, während die Desinfektion mittels UV-Licht durchgeführt wird. Nach Angaben des Unternehmens ersetzt die UV-Desinfektion das bisher eingesetzte Chlordioxid.
Mit dem Abschluss des Projekts verfügen nun alle fünf Wasserwerke des Verbunds über einen einheitlich hohen Aufbereitungsstandard. Die Investitionen sollen die Trinkwasserversorgung an der Ruhr langfristig absichern und die Wasserwerke auf mögliche künftige mikrobiologische und chemische Belastungen vorbereiten.




