|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Uni Kassel nimmt Modell des Wasserkraftwerks Rheinfelden in Betrieb

Uni Kassel nimmt Modell des Wasserkraftwerks Rheinfelden in Betrieb
Bildquelle: Uni Kassel
10.01.2017 − 

Wissenschaftler der Universität Kassel wollen mithilfe eines maßstabgetreuen Modells des Wasserkraftwerks Rheinfelden und des oberliegenden Rheinabschnitts Strömungsverhältnisse untersuchen und den Betrieb der Anlage verbessern. Zudem soll das Modell auch der Grundlagenforschung zur Optimierung von Wasserkraftwerken für den Klimaschutz dienen, teilte die Hochschule anlässlich der Inbetriebnahme des Modells mit. An dem Projekt beteiligt seien das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft sowie die Energiedienst Holding AG als Betreiberin des Kraftwerks.

Das Modell im Maßstab 1:50 hat eine Grundfläche von rund 100 Quadratmetern. Neben dem Kraftwerk würden 400 Meter des Rheins davor mit detailgenauem Uferverlauf und genauem Abbild der Fluss-Sohle wiedergegeben, erklärte die Uni. Auch das Kraftwerk selbst sei mit allen strömungsrelevanten Bauteilen originalgetreu nachgebaut, so dass eine exakte Simulation der Strömungen nach dem sogenannten Froude-Gesetz möglich sei.

Installiert seien verschiedene Messinstrumente und Absperr-Vorrichtungen zur Messung und Regelung von Durchflüssen, zur Erfassung von Wasserständen, Fließgeschwindigkeiten und des Sedimenttransportes, hieß es weiter. Für die Untersuchungen laufen bis zu 250 Liter Wasser pro Sekunde durch das Modell, was einem Rhein-Abfluss von ca. 4.400 Kubikmeter pro Sekunde entspricht. Optimierungsmöglichkeiten bestünden etwa in der Optimierung der Anströmung oder Geschiebeabfuhr.

„Die Stärke dieses Modells liegt darin, dass der Durchlauf von realem Wasser die Verhältnisse sehr anschaulich macht und wir so Strömungsverhältnisse sehr genau und zuverlässig abbilden können“, erklärte Professor Stephan Theobald. „Auf dieser Grundlage können wir bauliche und betriebliche Maßnahmen zur energetischen Optimierung ableiten.“ Bis Ende 2017 sollen konkrete Ergebnisse für das Rheinfeldener Werk vorliegen. Nach Abschluss des Projekts soll das Modell dem Fachgebiet für die Lehre und für Grundlagenforschung zur Verfügung stehen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in Ausgabe 03.2017 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 17. Januar 2017 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Niedrigwasser in Baden-Württemberg könnte sich auf Grundwasserstände im Sommer auswirken

Linde und Praxair planen Zusammenschluss  − vor