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EWL Landau plant interkommunale Verwertungsgesellschaft für Klärschlamm

EWL Landau plant interkommunale Verwertungsgesellschaft für Klärschlamm
Bildquelle: Fotolia
26.01.2017 − 

Der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) plant eine interkommunale Verwertungsgesellschaft für Klärschlamm. Vorgesehen sei eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) zur Klärschlammverwertung, teilte der EWL mit. Hintergrund für die Überlegungen seien das Düngegesetz und Verordnungen, die die Handhabung von Nährstoffen in der Umwelt regeln.

In Landaus Kläranlage fallen nach EWL-Angaben jährlich rund 4.000 Tonnen Klärschlamm an. Diese Menge enthalte 70 Tonnen Phosphor, aber auch unerwünschte Bestandteile. Die interkommunale Verwertungsgesellschaft soll beides künftig sinnvoll managen. „Mehrere Kommunen aus Rheinland-Pfalz wollen gemeinsam die Herausforderungen der immer strengeren Rahmenbedingungen bewältigen. Deshalb werden wir zeitnah Gespräche über eine mögliche Beteiligung des EWL führen“, sagte Bürgermeister Maximilian Ingenthron (SPD) als EWL-Verwaltungsratsvorsitzender.

Der EWL weist darauf hin, dass Belastungen des Klärschlamms mit Schwermetallen oder Halogenverbindungen zwingend zur Verbrennung des Schlamms führen. „Im vergangenen Jahr mussten wir genau aus diesem Grund nahezu den kompletten Landauer Klärschlamm verbrennen“, sagte der EWL-Vorstandsvorsitzende Bernhard Eck. Kapazitäten dafür seien in der Region rar, weshalb die Stadt Mainz derzeit eine spezielle Verbrennungsanlage errichte.

Die neue Anlage in Mainz werde den Anforderungen der neuen Klärschlammverordnung gerecht, die das Bundeskabinett Mitte Januar verabschiedet hat, hieß es weiter. Den neuen Bestimmungen zufolge muss Landau bis 2029 die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm gewährleisten. Die interkommunale Zusammenarbeit könnte dann sowohl die Trennung der Phosphate aus dem Klärschlamm als auch die Vermarktung als Pflanzennährstoff übernehmen.

„Wenn der EWL-Verwaltungsrat in seiner nächsten Sitzung die interkommunale Zusammenarbeit befürwortet, können wir die künftige Ausgestaltung mitbestimmen“, sagte Eck. Eine Beteiligung an der neuen Gesellschaft sei dann ein weiterer Schritt.

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