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BfG warnt vor Beeinträchtigungen an großen Flüssen im Zuge des Klimawandels

BfG warnt vor Beeinträchtigungen an großen Flüssen im Zuge des Klimawandels
Niedrigwassersituation im Rhein (Symbolbild)
21.01.2021 − 

Gegen Ende dieses Jahrhunderts ist mit erheblichen Änderungen der Umwelt- und Wirtschaftsbedingungen an den großen Flüssen in Deutschland zu rechnen, wenn globale Klimaschutzmaßnahmen nur unzureichend ergriffen werden. Der Klimawandel schaffe Stress an den deutschen Flüssen und setze Umwelt und Wirtschaft unter Druck, teilte die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) mit. Aktuelle Forschungsergebnisse der Behörde zeigen die ab dem Jahr 2071 besonders betroffenen Flussabschnitte und wo dringlicher Anpassungsbedarf besteht. Sie wurden auf der Homepage des BMVI-Expertennetzwerks „Wissen – Können – Handeln“ veröffentlicht, das das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Jahr 2016 geschaffen hat.

Die BfG hat nach eigenen Angaben in den vergangenen vier Jahren untersucht, wie sich die prognostizierten klimatischen Bedingungen auf die großen Flüsse in Deutschland auswirken. Hierfür hat sie mit den Partnerbehörden des BMVI-Expertennetzwerks detaillierte Modelle entwickelt und neueste Klimaszenarien genutzt. Ein untersuchtes Szenario unterstellt, dass die globalen Klimaschutzmaßnahmen zu gering ausfallen, was bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu einem Anstieg der globalen Mitteltemperatur um bis zu fünf Grad Celsius gegenüber dem vor-industriellen Zeitalter führen würde.

Bei diesem Szenario könnten intensivere Hochwasserereignisse die Verkehre auf Schiene, Straße und Wasserstraße beeinträchtigen, warnt die BfG. Die Binnenschifffahrt hätte zudem unter längeren Niedrigwasserphasen zu leiden. Am Rhein-Pegel Kaub würden beispielsweise kritische Schwellenwerte gegen Ende des Jahrhunderts an 22 bis 48 Tagen unterschritten. Aber auch die Lebewesen in den Gewässern gerieten öfter in Stress. Grund dafür seien steigende Wassertemperaturen, die ebenso erwartet würden.

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