Themen der Printausgabe
Die EU-Kommission bereitet im Rahmen der Europäischen Wasserresilienzstrategie einen digitalen Aktionsplan für den Wassersektor vor und hat dazu jetzt eine Konsultation gestartet, die noch bis zum 24. Juni läuft. Die für das vierte Quartal 2026 angekündigte Initiative soll die Digitalisierung der europäischen Wasserwirtschaft beschleunigen und die Wasserbewirtschaftung effizienter, resilienter und nachhaltiger gestalten, heißt es in Aufforderung zur Stellungnahme. Vorgesehen ist eine Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat.
Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi (Hochwasserschutz fürs Rheintal) am Alpenrhein hat nach aktuellen Angaben der Internationalen Rheinregulierung einen zentralen Meilenstein erreicht. Nach rund 15 Jahren Planung wurden die Unterlagen in Österreich zur Genehmigung eingereicht und in der Schweiz in die Vorprüfung übergeben. In Österreich startet damit das Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP), während im Kanton St. Gallen die Vorprüfung für die spätere so genannte öffentliche Auflage beginnt. Das Projekt wurde erforderlich, nachdem bereits 2005 festgestellt worden war, dass die Abflusskapazität des Alpenrheins auf den rund 26 Kilometern zwischen der Illmündung (Höhe Feldkirch/Rüthi) und dem Bodensee für extreme Hochwasserereignisse nicht mehr ausreicht. Ein 300-jährliches Hochwasser könnte nach Angaben der Projektpartner rund 300.000 Menschen gefährden und Schäden in Höhe von bis zu 14 Mrd. Euro verursachen. Rhesi gilt zugleich als eines der größten Hochwasserschutzprojekte Österreichs und als größtes Renaturierungsprojekt Europas.
Weitere Inhalte:
• Trinkwasser-Schnittstelle SHAPTH soll 2027 verbindlich eingeführt werden
• Borken baut Nahwärmenetz mit Nutzung von Abwasserwärme auf
• BayVGH: Funktion bestimmt Abgrenzung von Gewässer- und Anlagenunterhaltung
• Klimawandel stellt Trinkwasserhygiene vor neue Herausforderungen




















