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NLWKN: Harzwasserwerke dürfen Odertalsperre bis 2045 betreiben

NLWKN: Harzwasserwerke dürfen Odertalsperre bis 2045 betreiben
Die Odertalsperre. Quelle: Arndt Schulz, NLWKN
08.12.2020 − 

Die Harzwasserwerke können den Betrieb der Odertalsperre bei Bad Lauterberg bis Ende 2045 weiterführen. Jetzt erteilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) den Harzwasserwerken die erforderliche wasserrechtliche Bewilligung.

Die Talsperre mit den Beileitungssystemen Sperrlutter und Breitenbeek habe weiterhin eine wichtige Funktion für verschiedene Systemdienstleistungen, und der Betrieb werde auf Basis neuester Daten und Erkenntnisse optimiert, erklärte Arndt Schulz von der Talsperrenaufsicht des NLWKN: „So wird zum Beispiel auf Basis aktueller extremer Hochwasserganglinien der Hochwasserrückhalteraum vergrößert und der Talsperrenbetrieb insgesamt ökologischer ausgerichtet werden“. Die bisherige Bewilligung für den Betrieb der Odertalsperre laufe zum 31. Dezember 2020 aus.

Zur ökologischeren Ausrichtung zähle zum Beispiel die Einführung der so genannten „Flexi-Lamelle“ im Betriebsplan. Diese soll eine optimierte Wasserabgabe unter Berücksichtigung der jeweiligen hydrologischen und meteorologischen Umstände gewährleisten. Hauptziel sei die Verbesserung der ökologischen Abflusssituation der Oder unterhalb der Talsperre.

Talsperren können, so der Landesbetrieb, in technischer Hinsicht und für ihre Bewirtschaftung von Änderungen klimatischer Größen betroffen sein. Zugleich könnten sie aber helfen, Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt und auf die Wasserwirtschaft zu kompensieren. Deshalb seien auch aktuelle Einschätzungen zum Klimawandel in das Bewilligungsverfahren eingeflossen. Die Experten schätzten den aktuellen Betriebsplan als robust genug ein, den Auswirkungen des Klimawandels für die nahe Zukunft bis 2045 zu begegnen.

Odertalsperre erzeugt auch Wasserkraft

Die klimatischen Herausforderungen für die ferne Zukunft sollen Gegenstand des nächsten Neubewilligungsverfahrens sein. Dennoch werde nach etwa 15 Jahren des jetzt gestatteten Bewilligungszeitraums im Zuge einer vertieften Sicherheitsüberprüfung der Talsperre auch ein erneuter „Klimawandel-Check“ durchgeführt. „Daneben dient die Odertalsperre mit ihrem Gesamtstauraum von rund 30 Millionen Kubikmetern auch weiterhin der Niedrigwasseraufhöhung und der regenerativen Energiegewinnung aus Wasserkraft. Die Harztalsperren sind Multifunktionsspeicher“, ergänzte Schulz.

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