Günther: Deichrückbau stärkt Hochwasserschutz

Der Deichrückbau an der Zwickauer Mulde ist Ende Juli im Glauchauer Ortsteil Wernsdorf beendet worden. Durch die Maßnahme der Landestalsperrenverwaltung (LTV) im Bereich der Hofaue am rechten Muldeufer wurde der Deich auf rund 1.000 Metern Länge abgetragen, teilte das sächsische Landesumweltministerium mit.

Mit dem Deichrückbau schaffe die LTV Retentionsflächen, also Flächen für den Wasserrückhalt bei Hochwasser, und gebe der Zwickauer Mulde damit Raum zurück. Baubeginn war im Oktober 2021, die Maßnahme für die Verbesserung von Ökologie und Hochwasserschutz kostete rund 1,8 Millionen Euro und ist Teil des sächsischen Auenprogramms, so das Ministerium.

Sachsens Umweltminister Wolfram Günther sagte aus diesem Anlass, im Hinblick auf die Erfahrungen in Sachsen mit Hochwassern und aktuell mit Dürren mit Niedrigwasser-Rekorden, den Flüssen in Sachsen müsse wieder mehr Raum gegeben werden. Vielerorts seien Sachsens Flüsse eingeengt und begradigt worden, was sowohl bei Hochwasser als auch in Dürrezeiten zum Problem werde. Mehr Raum für die Flüsse verbessere die Fähigkeit der Landschaft, Wasser für Trockenzeiten und im Fall von Hochwasser aufzunehmen – das sei  ein wichtiger Baustein, um Sachsens Flusslandschaften resilienter, widerstandsfähiger für die Folgen der Klimakrise zu machen.

 

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