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100 Mio. Euro für weiteren Ausbau des Hochwasserschutzes an der Elbe nötig

100 Mio. Euro für weiteren Ausbau
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10.07.2019 − 

Das Land Mecklenburg-Vorpommern rechnet mit Kosten von rund 100 Mio. Euro für den weiteren Ausbau des Hochwasserschutzes an der Elbe. Das teilte das Umweltministerium in Schwerin mit. In Zukunft müsse mit zunehmenden Hochwasserereignissen durch Starkregen gerechnet werden. „Wenn es um den Schutz von Menschenleben und materieller Werte in Höhe von rund 500 Millionen Euro geht, dann ist diese Summe gut angelegtes Geld“, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD), bei der Vorstellung des neuen Hochwasserschutzkonzepts.

Das alte Hochwasserschutzkonzept ging den Angaben zufolge von Erfordernissen eines Jahrhundert­hochwassers aus, wie es im Jahr 1983 ermittelt worden war. Das neue vorgestellte Konzept berücksichtige Maßnahmen für ein Jahrhunderthoch­wasser, auf dessen Kennwerten sich die Elbländer 2009 nach Auswertung des Hochwassers 2002 verständigt hatten und die 2018 noch einmal überprüft wurden.

Daueraufgabe Hochwasserschutz

"Hochwasserschutz ist und bleibt eine Daueraufgabe, auch wenn es gegenwärtig wegen der niedrigen Wasserstände etwas anders aussieht", sagte Backhaus. Die starken Regenfälle von 2002 und 2013, die zu Hochwasser­ereignissen an der Elbe führten, können sich laut dem Minister jederzeit wiederholen. Wegen des Klimawandels bestehe sogar die Gefahr, dass es im Sommer häufiger zu derartigen Starkregen kommt.

"Ich bin daher froh, dass es uns gelungen ist, das Nationale Hochwasserschutzprogramm auf den Weg zu bringen, mit dessen Hilfe auch an der Elbe Maßnahmen wie Deichrückverlegungen und der Bau von Flutpoldern umgesetzt werden“, so Backhaus. „Das wird jedoch noch geraume Zeit dauern. Deshalb sind wir gut beraten, nicht erst auf die positive Wirkung von Maßnahmen des Nationalen Hochwasserschutz­programms am Oberlauf der Elbe zu warten, sondern parallel unser eigenes Hochwasserschutzsystem an die aktuellen Erfordernisse anzupassen.“

Deichrückverlegung bei Boizenburg

Erste Maßnahmen aus dem Konzept befinden sich dem Ministerium bereits in der Planung. Die umfangreichste und als dringendste angesehene ist demnach die Rückverlegung des Hafendeiches Boizenburg im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Hier soll ein neuer Deich die gestiegenen Hochwasserschutzanforderungen erfüllen und gleichzeitig rund 74 ha dem natürlichen Überflutungsregime der Elbe zurückgegeben werden.

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