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Höfken: Bund muss sich bei EU für Verbot von Mikroplastik in Kosmetika einsetzen

Höfken: Bund muss sich bei EU für Verbot
© MUEEF
15.03.2019 − 

Im Vorfeld der heutigen Abstimmung im Bundesrat zu dem Thema hat die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) eindringlich eine wirksame Minderung des Eintrags von Mikroplastik in Gewässer und Böden gefordert. Die Verschmutzung der Gewässer, Meere und Böden mit Plastikmüll und Mikroplastik könne eine Gefahr darstellen, erklärte Höfken.

Die kleinen Plastikteilchen ließen sich mittlerweile nahezu überall nachweisen: In unseren Flüssen wie Rhein und Mosel, im Magen von Fischen oder im menschlichen Darm und Blut, sagte die Umweltministerin.

In zahlreichen Peelings, Duschgels oder Zahnpasten werden Mikroplastik und Kunststoffe von Herstellern bewusst zugesetzt. Mikroplastik aus Kosmetika sei zwar nicht die größte Quelle für die Verschmutzung der Gewässer und Böden, dieser Eintrag sei jedoch einfach zu vermeiden. Denn alternative Stoffe zur Verwendung in Kosmetika stünden zur Verfügung und der Einsatz von Mikroplastik sei nicht erforderlich, so Höfken weiter.

Verbot bis 2021, wenn Selbstverpflichtung nicht wirkt

Außerdem sollte der Bund bei der EU bis 2021 auf ein entsprechendes Verbot hinwirken, wenn der Einsatz von Mikroplastik in Kosmetika und weiteren Pflegeprodukten bis dahin durch die bestehende Selbstverpflichtung nicht beendet wird“, forderte die Umweltministerin. Höfken betonte zudem, dass europäische Vorgaben sinnvoll seien, um Wettbewerbsverzerrungen im EU-Binnenmarkt zu vermeiden.

„Die Hersteller haben Möglichkeiten, die Zusammensetzung ihrer Produkte entsprechend anzupassen. Die Bundesregierung muss sich daher bei der Kosmetikindustrie deutlicher für den Verzicht von Mikroplastik in Kosmetika, Hygiene- und Reinigungsmitteln und die Einhaltung der Selbstverpflichtung einsetzen.

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