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Niersverband will Kläranlage Nette bis 2028 komplett erneuern und erweitern

Niersverband will Kläranlage Nette  bis 2028 komplett erneuern und erweitern
Die Kläranlage Nette (© Niersverband)
08.09.2020 − 

Der Niersverband will die Kläranlage Nette in Nettetal-Breyell bis 2028 komplett erneuern und erweitern. Mit einem Investitionsvolumen von ca. 71,3 Mio. Euro soll es in einer weitergehenden Behandlungsstufe künftig möglich sein, Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser zu entfernen, erklärte Niersverbandsvorstand Prof. Dietmar Schitthelm bei einem Rundgang über die Anlage gemeinsam mit dem Nettetaler Bürgermeister Christian Wagner und dem Ersten Beigeordneten Michael Rauterkus. Rund 17,2 Mio. Euro Fördermittel seien beim nordrhein-westfälischen Umweltministerium beantragt worden. Baubeginn ist voraussichtlich im Jahr 2023.

Bausubstanz der Kläranlage in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand

Die Erneuerung ist laut Niersverband notwendig, da die 1956 in Betrieb genommene Kläranlage mittlerweile in die Jahre gekommen ist. Dies gelte auch für ihre in den 70er- und 80er-Jahren vorgenommenen Erweiterungsstufen. Auch wenn die Reinigungsergebnisse noch den aktuellen Gesetzesvorgaben entsprächen, befinde sich die Bausubstanz in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Alle Verfahrensstufen müssen daher runderneuert werden, betonte der Niersverband.

Spurenstoffe: In der Nette besteht Handlungsbedarf

Bei der Entfernung von Spurenstoffen, Mikroplastik und Mikroorgansimen bestehe auch in der Nette Handlungsbedarf, hieß es weiter. Es sei zu erwarten, dass die EU und die Bundesregierung kurz- und je nach Schadstoff mittelfristig entsprechend neue rechtliche Anforderungen an den Rückhalt dieser Stoffe stellen werden. Der Niersverband nutze die Situation des notwendigen Neubaus der Kläranlage Nette, um rechtliche Vorgaben von morgen einzuhalten. In Nordrhein-Westfalen entstehe so erstmals eine Pilotanlage in dieser Größenordnung. Darüber hinaus soll sie dem Niersverband als Blaupause, unter anderem mit Begleitforschung, für die zukunftsfähige Sanierung weiterer Kläranlagen dienen.

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