|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Studie: Organismen können auf Mikroplastik wachsen und sich im Gewässer anreichern

Studie: Organismen können auf Mikroplastik
Dr. Grossart, IDW © David Ausserhofer
05.06.2019 − 

Organismen können auf Mikroplastik wachsen und sich im Gewässer anreichern. Das geht aus einer Studie des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung (IOW) hervor, die das IGB vorgestellt hat. Auch potenziell giftbildende Mikroorganismen wie der Dinoflagellat Pfiesteria piscicida könnten Plastikteilchen besiedeln und dort etwa fünfzig Mal so hohe Konzentrationen erreichen wie im umgebenden Wasser und etwa zwei bis drei Mal so hohe Dichten wie auf vergleichbaren Treibholzpartikeln, heißt es in der Studie „The eukaryotic life on microplastics in brackish ecosystems - Frontiers in Microbiology“.

Ein Plastikteilchen von einem Gramm Gewicht könne mehr lebende Organismen beherbergen als eintausend Liter Seewasser, in denen es schwimmt, heißt es weiter. Bisher sei kaum erforscht, in welchem Ausmaß Mikroorganismen Mikroplastik im Brackwasser besiedeln und welche Arten dabei dominieren. Ein Team aus Gewässerforscherinnen und Gewässerforschern habe die natürliche Besiedlung von Mikroplastik aus Polyethylen (PE) und Polysterol (PS) mit eukaryotischen Mikroorganismen untersucht. Eukaryotische Mikroorganismen sind den Angaben zufolge beispielsweise Planktonarten, die – anders als Bakterien und Viren – einen Zellkern besitzen.

Im Gegensatz zu natürlichen Substanzen wie Holz oder Algenkolonien zerfallen die Mikroplastikpartikel nur extrem langsam und können so die anhaftenden Lebewesen über weite Strecken transportieren, sagte der Leiter der Studie, IGB-Forscher Hans-Peter Grossart. Schwimmendes Plastik könnte damit zur Ausbreitung von verschiedensten Organismen, darunter invasive, parasitäre oder pathogene Arten, beitragen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Wasserkraft: Voith Hydro mit Umsatz von 553 Mio. Euro im 1. Halbjahr

TZW: Enterokkoken müssen nicht aus fäkalem Eintrag stammen  − vor