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Wegen Hitze wird mehr Trinkwasser aus Bodensee gewonnen

Wegen Hitze wird mehr Trinkwasser aus Bodensee gewonnen
Bildquelle: Manuel Schönfeld - stock.adobe.com
31.07.2018 − 

Die Hitze der vergangenen Tage und Wochen wirkt sich auch auf den Bodensee aus. Die Pegel sinken und der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung gibt überdurchschnittlich viel Wasser an seine Mitglieder ab – derzeit täglich etwa 480.000 Kubikmeter. Wie die Bodensee-Wasserversorgung am Dienstag mitteilte, ist der Juli erfahrungsgemäß der Monat mit der höchsten Wasserabgabe. Für dieses Jahr rechnet der Wasserversorger für den Juli mit einem Wasserabsatz von rund 13 Mio. Kubikmeter. Die durchschnittliche Abgabe liege in diesem Jahr bei 360.000 Kubikmetern pro Monat.

Der Wasserversorger hat eigenen Angaben zufolge eine Kapazität und ein Entnahmerecht von 670.000 Kubikmeter pro Tag. Diese Menge sei jedoch selbst im Jahrhundertsommer 2003 mit der bislang höchsten Tagesabgabe in der Geschichte der Bodensee-Wasserversorgung von 531.000 Kubikmetern nicht benötigt worden.

Der Zweckverband erklärte des Weiteren, dass die Entnahme von Trinkwasser keinen messbaren Einfluss auf den Pegel des Bodensees hat. Im Mittel sei die Verdunstung doppelt so hoch wie die Entnahme der Bodensee-Wasserversorgung. Für Dienstag gibt der Zweckverband einen Pegel-Stand für Konstanz von 3,32 Metern an. Das langjährige Mittel seit 1850, liegt für diesen Pegel bei ca. 4,22 Metern. Der seit 1850 jemals gemessene Tiefwasserstand für Ende Juli liegt bei 3,14 Metern, so der Wasserversorger. Der Bodenseepegel liege damit noch leicht oberhalb des Minimalwerts, aber deutlich unter dem langjährigen Mittel.

Auch für die Bodensee-Wasserversorgung spielt der Wasserspiegel des Bodensees den Angaben zufolge eine wichtige Rolle. Aus der Aufstellhöhe der Förderpumpen am Seepumpwerk in Sipplingen ergebe sich eine hydraulische Begrenzung. So gab es im Frühjahr 2006 ein Minimum am Pegel Konstanz von 2,29 m. Dieser Wert liege deutlich unterhalb des aktuellen Ist-Werts. Eine Einschränkung in der Förderkapazität der Bodensee-Wasserversorgung hatte dies jedoch damals nicht zur Folge. Auch heute hat die Bodensee-Wasserversorgung keine Probleme, die benötigten Fördermengen zur Verfügung zu stellen, hieß es.

Zur Vorbereitung auf einen hohen Tagestrinkwasserbedarf werden die Hochbehälter gefüllt und auch tagsüber auf einem hohen Stand gehalten, erklärte der Zweckverband. Im gesamten Verteilnetz stehen etwa 500.000 Kubikmeter bestes Trinkwasser zur Verfügung, was bei derzeitiger Wasserabgabe einem Vorrat von gut einem Tag entspreche.

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