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Labour-Abgeordnete will kunststoffhaltige Feuchttücher im Vereinigten Königreich verbieten

Labour-Abgeordnete will kunststoffhaltige Feuchttücher im Vereinigten Königreich verbieten
Im UK werden jährlich 11 Mrd. Feuchttücher verwendet.
04.11.2021 − 

Die britische Unterhaus-Abgeordnete Fleur Anderson will die Herstellung und den Verkauf von kunststoffhaltigen Feuchttüchern im Vereinigten Königreich eindämmen. Ein entsprechendes Verbot strebt die Labour-Politikerin per Gesetzentwurf im Parlament an, gab sie bekannt. Das Vorhaben werde von Abgeordneten und Organisationen wie der Marine Conservation Society, Thames 21, Thames Water, der Green Alliance und dem WWF unterstützt. Feuchttücher sollten nicht in die Toilette, sondern in den Müll geworfen werden, betonte Anderson.

Die Entsorgung von nicht abbaubaren Einweg-Feuchttüchern stelle ein wachsendes Problem dar und sei eine der Hauptursachen für die Schädigung der britischen Abwassersysteme und der Meeresumwelt. So bestünden 90 Prozent der elf Milliarden Feuchttücher, die jedes Jahr im Vereinigten Königreich verwendet werden, zumindest teilweise aus Kunststoff. Pro Kopf würden im Vereinigten Königreich jährlich 163 Feuchttücher verbraucht. Die Kunststoffe in den Feuchttüchern zerfallen in Mikroplastik, das von Fluss- und Meeresbewohnern aufgenommen werden kann und so in die menschliche Nahrungskette und Wasserversorgung gelangt.

Feuchttücher seien auch für 93 Prozent der Verstopfungen in der britischen Kanalisation verantwortlich und veränderten sogar den Verlauf von Flüssen, da sie sich in den Flussbetten und an den Ufern anhäuften, führte die Labour-Abgeordnete weiter aus. Allein im Versorgungsgebiet von Thames Water komme es jährlich zu durchschnittlich 85.000 Verstopfungen aufgrund von Fett und Feuchttüchern. Im Jahr 2018 habe die Umweltorganisation Thames21 auf einem 116 Meter langen Flussabschnitt über 5.000 Feuchttücher aus dem Flussbett der Themse gefischt.

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