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Schweizer Stadt Lausanne testet Kaulquappen als Indikator für hormonaktive Substanzen im Wasser

Schweizer Stadt Lausanne testet Kaulquappen als Indikator für hormonaktive Substanzen im Wasser
Bildquelle: Stadt Lausanne
21.08.2017 − 

Die Schweizer Stadt Lausanne will das Vorhandensein von hormonell aktiven Substanzen (endokrinen Disruptoren) im Wasserwerk Saint-Sulpice und im Ablauf der Kläranlage Vidy kontrollieren. Wie die Stadt mitteilte, führe der kommunale Wasserversorger ökotoxikologische Tests mit dem Biomonitoring- Tool „Frogbox“ durch, das von einem französischen Start-up-Unternehmen entwickelt wurde. Nach einem Bericht des Westschweizer Radios RTS hat die Stadt Brüssel diese Technik bereits erprobt. Darüber hinaus interessiere sich die Stadt Genf dafür und will sie im kommenden Jahr erproben.

Zum Einsatz kommen gentechnisch veränderte Kaulquappen, die in Abhängigkeit der Hormonkonzentration im Wasser mehr oder weniger stark fluoreszieren, wenn das Gen entsprechend aktiviert wird. Hierzu werden etwa 50 Larven mit Proben aus Trinkwasser bzw. Wasser aus dem Kläranlagenablauf in Kontakt gebracht und auf ihre Fluoreszenz hin analysiert. Die Kaulquappen hätten kein Nervensystem und würden vor ihrer weiteren Entwicklung abgetötet, erklärte die Stadt. Ziel dieser Methode sei es, die Konzentration von hormonell aktiven Substanzen und Mikroschadstoffen besser zu verstehen und die Wasserqualität zu verbessern.

Im Trinkwasserbereich könnte das System Alarm auslösen und die Trinkwassergewinnung stoppen, verdeutlichte Christophe Méchouk, beim Wasserversorger zuständig für Studien und Bauprojekte, die konkrete Anwendung der „Frogbox“. Auf diese Weise könne untersucht werden, ob eine Verunreinigung des Rohwassers oder ein Problem bei der Aufbereitung vorliegt, sagte er dem Radiosender. In der Kläranlage diene die Technik eher als Leistungsindikator für die Reinigungsprozesse.

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