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SVGW äußert sich kritisch zum Aktionsplan Pflanzenschutzmittel

SVGW äußert sich kritisch zum Aktionsplan Pflanzenschutzmittel
Bildquelle: SVGW
05.10.2016 − 

Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) hat sich kritisch zum Entwurf des Bundes für einen nationalen Aktionsplan Pflanzenschutzmittel geäußert. Der Plan enthalte viel zu wenige Vorgaben und Maßnahmen, um die vorhandenen Defizite und Probleme in der Wasserversorgung zu lösen, teilte der Verband mit. So würden die Kostenwahrheit sowie das Verursacherprinzip nicht berücksichtigt. Zudem sei in dem Plan keine ernsthafte Vision eines längerfristigen Entwicklungsziels erkennbar.

Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen könnten nicht einmal die geltenden gesetzlichen Grundlagen eingehalten werden, bemängelt der SVGW. Beispielsweise sehe der Plan nur eine Halbierung der Überschreitungen der Anforderungswerte in der Gewässerqualität vor. „Das heißt, der Plan toleriert, dass nur in der Hälfte der Fälle Gesetzeskonformität erreicht wird, statt deren Einhaltung zu verlangen“, machte der Verband deutlich.

In seiner Stellungnahme zum Aktionsplan konkretisiert der SVGW den Ressourcenschutz für Trinkwasser basierend auf dem Vorsorgeprinzip und fordert wirksame und messbare Maßnahmen zum Schutz der Trinkwasserressourcen. Dabei sollen die für Trinkwasserzwecke nutzbaren Grundwasservorkommen vor nachteiligen Auswirkungen der Pflanzenschutzmittel-Anwendungen wirkungsvoll und nachhaltig geschützt werden.

Die Grundwasservorkommen sollen keine künstlichen, langlebigen Stoffe enthalten, die von Pflanzenschutzmitteln stammen, unterstreicht der Verband. Um dieses Ziel zu erreichen, verlangt der SVGW, auf den Pflanzenschutzmitteleinsatz in den Schutzzonen S2 und S3 zu verzichten. Zudem müssten für belastete Zuströmbereiche geeignete Gewässerschutzmaßnahmen inklusive Wirkungskontrollen festgelegt und umgesetzt werden.

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