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Wasserverschmutzung durch Landwirtschaft wird zunehmend zum globalen Problem

Wasserverschmutzung durch Landwirtschaft wird zunehmend zum globalen Problem
Bildquelle: FAO
10.10.2017 − 

Die Landwirtschaft, die weltweit 70 Prozent der Wasserentnahmen ausmacht, spielt auch eine wichtige Rolle bei der Wasserverschmutzung. Landwirtschaftliche Betriebe leiten große Mengen an Agrochemikalien, organischen Stoffe, Arzneimittelresten, Sedimenten und Salze in Gewässer. Diese Aussagen treffen die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und das Wasser-, Land- und Ökosystem-Programm (WLE) unter der Leitung des Internationalen Wasserwirtschaft-Instituts (IWMI), die unter dem Titel „Water Pollution from Agriculture – a global review“ aktuell einen Vorabbericht zu dem Thema veröffentlicht haben.

Der vollständige Bericht soll im kommenden Jahr erscheinen. Zu den zentralen Aussagen des Berichts zählt es, dass die Wasserverschmutzung ein zunehmendes globales Problem ist, welches das Wirtschaftswachstum und die Gesundheit von Milliarden von Menschen schädigt.

So seien 38 Prozent der Gewässer in der Europäischen Union von der Verschmutzung durch die Landwirtschaft geprägt, in den USA ist die Landwirtschaft die Hauptquelle der Verschmutzung in Flüssen und Flüssen, die zweite Hauptquelle in den Feuchtgebieten und die dritte Hauptquelle in Seen, und in China sei die Landwirtschaft für einen großen Teil der Verschmutzung der Oberflächengewässer  verantwortlich und fast ausschließlich für die Grundwasserverschmutzung durch Stickstoff. Allein für die Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Länder würden die Kosten der durch die Landwirtschaft verursachten Wasserverschmutzung auf Milliarden Dollar jährlich geschätzt.

Um die schädlichen Auswirkungen auf die Wasserressourcen zu verringern, seien Diagnose, Vorhersage und Monitoring wesentliche Voraussetzungen. „In den meisten Ländern mit hohem Einkommen und in vielen Schwellenländern hat die landwirtschaftliche Verschmutzung die Kontamination durch Siedlungen und Industrien als Hauptfaktor für die Verschmutzung der Binnen- und Küstengewässer überholt“, sagte Eduardo Mansur, Direktor der FAO-Landes- und Wasserabteilung. Die Anerkennung des Problems sei der erste Schritt, um Lösungen zu finden.

Die explodierende Nachfrage nach Nahrungsmitteln mit hohen Umweltfußabdrücken wie Fleisch aus industriellen landwirtschaftlichen Betrieben trägt laut FAO und IWMI zu einer nicht nachhaltigen landwirtschaftlichen Intensivierung und zur Verschlechterung der Wasserqualität bei.

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