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Baden-Württemberg: Vorhersagen der Wassertemperatur ab sofort online

Baden-Württemberg Vorhersagen der Wassertemperatur ab sofort online
Rhein ©einfachmedien - stock.adobe.com
21.08.2020 − 

Bei der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg (HVZ) können ab sofort Prognosedaten zur Entwicklung der Wassertemperaturen in Rhein und Neckar sowie in einigen Nebenflüssen des Neckars abgerufen werden. Das Angebot ist heute von der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) freigeschaltet worden, teilte das Landesumweltministerium mit.

„Die Wassertemperatur ist eine entscheidende ökologische Größe und ein wichtiger Richtwert für die Art und den Umfang der Gewässernutzung“, sagte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). Verschiedene Fischsterben in der Vergangenheit hätten gezeigt, was für einen Schaden kurzfristig hohe Wassertemperaturen anrichten könnten, so der Umweltminister. „Die Prognosedaten helfen Behörden, Industrie und Öffentlichkeit, Gewässer und die darin beheimateten Tiere und Pflanzen besser zu schützen.“

Reaktion auf durch den Klimawandel verursachte Trocken- und Hitzeperioden

Die Veröffentlichung der Wassertemperaturvorhersage sei eine Reaktion auf die durch den Klimawandel verursachten Trocken- und Hitzeperioden der vergangenen Jahre, führte Untersteller aus. „Nach 2015 und 2018 ist 2020 schon das dritte Jahr in kurzer Folge, in dem wir sehr aufmerksam Wasserstände, Wassertemperatur und Wasserversorgung beobachten müssen.“

Wassertemperaturprognose für sieben Tage

Auch bisher habe es schon Wärmemodelle für Rhein und Neckar gegeben, die von der LUBW und dem Energieversorger EnBW entwickelt worden seien. Um die Daten öffentlich nutzen zu können, seien sie so angepasst worden, dass jetzt täglich Wassertemperaturvorhersagen für die kommenden sieben Tage berechnet werden könnten. Das geschehe an sieben Stationen am Rhein, an zwölf Stationen am Neckar sowie an fünf Stationen an den Neckarnebenflüssen Fils, Rems, Murr, Enz, Kocher und Jagst.

Für Rhein und Neckar gelte generell eine Wassertemperatur von 28 Grad Celsius als kritisch. Jenseits dieser Marke sei mit einem Fisch- und Muschelsterben zu rechnen. Aber auch darunter könne es bereits zu ökologischen Auswirkungen kommen, wenn weitere Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der Sauerstoffgehalt nicht mehr günstig sind. Neben der Temperaturhöhe spiele auch die Temperaturdauer eine wichtige Rolle.

Für Kraftwerke bedeutet das Erreichen der Temperaturschwelle, dass sie das aufgewärmte Kühlwasser nicht mehr oder nur noch in begrenztem Umfang in das Gewässer einleiten dürfen.

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