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Belastung von Bayerns Gewässern durch Versauerung deutlich verringert

Belastung von Bayerns Gewässern  durch Versauerung deutlich verringert
Bildquelle: Kreis Paderborn
30.10.2015 − 

Die Belastungen von Bayerns Flüssen und Seen durch die Versauerung haben in den letzten Jahrzehnten spürbar abgenommen. Diese positive Bilanz zog Claus Kumutat, Präsident des Bayrischen Landesamtes für Umwelt, anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „25 Jahre Versauerungsmonitoring in Bayern“ am Donnerstag.

Bei 25 von 29 Fließgewässern und bei allen Seen, die beobachtet werden, sei eine Entspannung festzustellen. Gemessen würden steigende pH-Werte, während die Aluminium- und Sulfatkonzentrationen dem Bericht zufolge abnehmen. In der Folge kehren auch zuvor verschwundene Arten wieder in die betroffenen Gewässer zurück, wie das Wassergeistchen oder die Mützenschnecke.

Die Auswertungen der bis zu 30 Jahre langen Datenreihen zeigten, dass der Eintrag von Säurebildnern aus der Atmosphäre deutlich reduziert wurde und sich als Folge dessen heute bereits einige Gewässer des Monitorings wieder in einem annähernd versauerungsfreien Zustand befinden - zum Beispiel der Hochfallbach im Bayerischen Wald. Diese positive Entwicklung sei vor allem auf die rückläufige Deposition von Schwefeldioxiden zurückzuführen, nachdem in den 1980er-Jahren emittierende Betriebe mit Abgas-Entschwefelungsanlagen nachgerüstet und Kraftstoffe entschwefelt wurden. Noch gehöre das Thema Versauerung aber nicht der Vergangenheit an. Vor allem das tiefere Sickerwasser und das Grundwasser reagierten langsamer auf Veränderungen, sagte Kumutat mit Blick auf die Situation in den geogen bedingt stärker von der Versauerung betroffenen Gebieten im Spessart und der Grenzregion zur Tschechischen Republik, wo die Böden die Gifte schlechter abpuffern könnten als beispielsweise kalkhaltigere Böden. Diese Regionen würden weiterhin regelmäßig überwacht.

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