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Landesverband Schleswig-Holstein legt Zukunfts-Analyse für Wasserwirtschaft vor

Landesverband Schleswig-Holstein legt Zukunfts-Analyse für Wasserwirtschaft vor
Bildquelle: Fotolia
08.08.2017 − 

Eine Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels zeigt Handlungsfelder für die Wasserwirtschaft in Schleswig-Holstein auf. Der Landesverband der Wasser- und Bodenverbände (LWBV) hat der Landesregierung am Donnerstag die Analyse „Weitblick Wasser – Gemeinsam in die Zukunft Schleswig-Holstein“ vorgelegt, um auf die wachsenden Aufgaben, auf Problemfelder und notwendigen Maßnahmen hinzuweisen. „Die Bewältigung der Herausforderungen der Wasserwirtschaft ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, der wir uns nur gemeinsam mit den Verbänden stellen können“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) bei der Übergabe des Papiers in Bekmünde.

Bedingt durch den Klimawandel ist laut Umweltministerium Schleswig-Holstein zu befürchten, dass die winterlichen Niederschläge in den nächsten Jahrzehnten bis zu 30 Prozent steigen, während die Sommer immer trockener werden. Sommerliche Starkregenereignisse werden, wie kürzlich beispielsweise auf der Insel Sylt, zunehmen. Gleichzeitig wird ein Anstieg des Meeresspiegels prognostiziert. Dies sei Anlass genug für den Landesverband gewesen sich mit der Zukunft der Wasserwirtschaft in Schleswig-Holstein auseinanderzusetzen.

„Die Wasser- und Bodenverbände schaffen und sichern die Voraussetzungen für die Anpassung der Wasserwirtschaft an den Klimawandel in Schleswig-Holstein“, sagte Habeck. Die Arbeit der Verbände sei bei der Sicherung des Wasserabflusses, bei der Erhaltung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur und bei Umsetzung der Gewässerunterhaltung sowie bei der Erreichung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie und der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie unverzichtbar.

Der Landesverband sieht vor allem in der Entwässerung eine große Zukunftsaufgabe. Damit besonders in den Niederungen die zumeist landwirtschaftlich genutzten Flächen nicht permanent unter Wasser stehen, müssten die Schöpfwerke immer häufiger in Betrieb genommen werden. Das sei jedoch mit steigenden Energiekosten verbunden, die den Betreibern, also den Wasser- und Bodenverbänden, zu schaffen machen.

Die laufenden Kosten müssten nämlich über Beitragserhebungen der Mitglieder der mehr als 500 Einzelverbände in Schleswig-Holstein gedeckt werden. Und das seien vor allem Landwirte, aber auch Kommunen und einzelne Grundstücksbesitzer.

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