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Einträge aus Flüssen zählen weiter zu den größten ökologischen Problemen der Nordsee

Nährstoffbelastung gehört weiterhin zu den größten ökologischen Problemen der Nordsee
Bildquelle: romankrykh - stock.adobe.com - 201530050
10.01.2019 − 

Die übermäßige Belastung durch Nährstoffe ist weiterhin eines der größten ökologischen Probleme in der Nordsee. Das geht aus dem nationalen Bericht zum Zustand der Nordsee hervor, den Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) vorgestellt hat. In den vergangenen Jahrzehnten konnten flussseitige Einträge insbesondere durch den Kläranlagenausbau zwar erheblich verringert werden, teilte das Umweltministerium in Hannover mit. Die bisherigen Reduzierungserfolge seien jedoch nicht ausreichend, um die Umweltziele zu erreichen.

Allgemein sind laut Bericht in verschiedenen Bereichen Maßnahmen auf einem guten Weg. Um den geforderten „guten Zustand“ zu erreichen, bedürfe es aber weiterer Anstrengungen. Die aktuelle Bestandsaufnahme beschreibt den guten Umweltzustand im Rahmen der gemeinsamen Arbeit des Bundes und der Küstenländer zur Verbesserung des Zustands der Nordsee anhand von elf Themenfeldern („Deskriptoren“). Dies sind laut Ministerium Invasive Arten, Kommerzielle Fische und Schalentiere, Nährstoffe (Eutrophierung), Schadstoffe, Müll im Meer, Einleitung von Energie, Zustand von Fischen, Vögeln, Marinen Säugetieren, Marinen Lebensräumen, Ökosystemen und Lebensräume. Niedersachsen setze sich besonders für die Verringerung von Belastungen durch Abfall, Nährstoffe und Schadstoffe ein, betonte das Ministerium.

Hinsichtlich der Eutrophierung heißt es im Bericht, dass sechs Prozent der deutschen Nordseegewässer den guten Zustand erreichen. 55 Prozent seien weiterhin eutrophiert, und für 39 Prozent fehle eine abschließende Bewertung. Die Einträge von Nährstoffen über Flüsse, Atmosphäre und andere Meeresgebiete seien zu hoch. Zudem überschreiten die Nährstoffkonzentrationen in den Flussmündungen von Elbe, Ems, Weser und Eider die Bewirtschaftungsziele für Gesamtstickstoff und -phosphor. In den Jahren 2012 bis 2014 habe die Landwirtschaft zu 71 Prozent der Stickstoff- und zu 44 Prozent der Phosphoreinträge beigetragen.

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