|  

Siegesmund sieht weiteren Verbesserungsbedarf bei Änderung der EU-Trinkwasserrichtlinie

Siegesmund sieht weiteren Verbesserungsbedarf bei Änderung der EU-Trinkwasserrichtlinie
Bildquelle: PHILETDOM - stock.adobe.com - 177689345
27.04.2018 − 

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) hat Vorschläge der EU zur Neufassung der europäischen Trinkwasserrichtlinie grundsätzlich begrüßt, sieht aber weiteren Verbesserungsbedarf. Es seien Änderungen in der EU-Regelung nötig, zum Beispiel bei der Kontrolle von Sulfat und Aluminium, erklärte sie. An diesem Freitag beschäftigt sich der Bundesrat mit dem Vorschlag des Europäischen Parlaments und des Rats zur Neufassung der Richtlinie.

Wichtigster Kritikpunkt aus Thüringer Sicht sei, dass die Qualitätsparameter für Sulfat und Aluminium künftig herausfallen sollen. Hier sei die EU-Kommission der Auffassung, dass diese keine gesundheitsbezogenen Daten liefern würden. Dies lehne Thüringen ab. Hohe Sulfatwerte seien gesundheitsschädlich, da sie zu Durchfallerkrankungen führen können. Hohe Aluminiumwerte seien ebenfalls gesundheitsschädlich.

„Wir wollen zudem, dass alle Gefahren für die Trinkwasserqualität innerhalb eines Einzugsgebiets ermittelt werden können“, sagte Siegesmund. Hierzu zählen etwa die Verwendung von Chemikalien wie Dünger oder Pflanzenschutzmittel, das Vorhandensein von Altlasten- und Bergbaugeländen oder auch das Auftreten von klimatischen Schwankungen wie Starkregenereignisse.

Ziel der Kommission ist es, die Qualität von Trinkwasser direkt aus dem Wasserhahn weiter zu verbessern. Das hätte auch zur Folge, dass insbesondere der Gebrauch von Plastikflaschen deutlich reduziert werden könnte und damit weniger Plastikmüll anfiele, schlussfolgert das Thüringer Umweltministerium. Das werde ausdrücklich begrüßt. Die Wasserqualität in Thüringen sei sehr gut – und es gehe darum, diese hohe Qualität auch in Zukunft zu erhalten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 18.2018 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 2. Mai 2018 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.  

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Pädagogische Hochschule Karlsruhe will Bestände des Kalikokrebses reduzieren

Land Niedersachsen schließt Finanzhilfevertrag mit enercity AG für Wasserschutzgebiet Fuhrberger Feld  − vor