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Siegesmund verlangt mehr Anstrengungen für gewässerverträgliche Kaliproduktion

Siegesmund verlangt mehr Anstrengungen für gewässerverträgliche Kaliproduktion
Bildquelle: Umweltministerium Thüringen
23.11.2018 − 

Die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) hat von der Industrie noch mehr Anstrengungen für eine gewässerverträgliche Kaliproduktion gefordert. „Der Kalibergbau kann nur dann in Thüringen eine gute Zukunft haben, wenn die Kali-Wirtschaft konsequent immer weniger Salz in die Werra ableitet“, sagte Siegesmund am Donnerstag auf einer Fachtagung in Sondershausen. Das Unternehmen K+S habe hier Fortschritte gemacht, aber das Ziel sei  noch lange nicht erreicht.

Insbesondere für die Übergangsphase 2021 bis 2027 seien weitere Anstrengungen des Unternehmens notwendig. Die Zielgaben aus dem Masterplan Salzreduzierung (EUWID 12.2016), mit dem die Salzbelastung der Werra halbiert und der von der EU geforderte gute ökologische Zustand der Werra erreicht werden sollen, seien verbindlich, sagte die Ministerin.

Zu den Maßnahmen, die von der Flussgebietsgemeinschaft Werra/Weser unter dem Vorsitz des Bundeslandes Thüringen beschlossen wurden, hob die Ministerin den Bau einer Kainit-Kristallisations-Flotationsanlage (KKF-Anlage) am Standort Hattorf durch das Unternehmen K+S hervor. Die Anlage, mit der die Salzabwassermenge aus der Produktion des Werkes Werra um etwa 30 Prozent reduziert werden könne, bereits 2018 in Betrieb genommen worden. Des Weiteren solle eine Haldenabdeckung der drei großen Rückstandshalden in Hattorf, Wintershall und Neuhof-Ellers spätestens ab 2021 in den Regelbetrieb gehen. Ein erster Versuch zur Haldenabdeckung am Standort Hattorf sei im zweiten Quartal 2018 genehmigt worden. Mit der Ausführung sei bereits begonnen worden. Die Antragsunterlagen für den großtechnischen Versuch am Standort Wintershall sind der Ministerin zufolge in Vorbereitung.

Von besonderer Bedeutung sei zudem die Einstapelung von verbleibenden Salzabwässern in geeignete Grubenhohlräume unter Tage, die nach den zunächst durchzuführenden Voruntersuchungen und Prüfungen spätestens ab 2021 beginnen solle. Dazu werde derzeit von K+S die Möglichkeit der Einstapelung der flüssigen Produktionsrückstände in die Grube Springen eingehend geprüft. Voraussetzung für eine Genehmigung  sei, dass alle bergrechtlichen und wasserrechtlichen Anforderungen erfüllt sein müssen.

Auf den Masterplan Salzreduzierung zur dauerhaften Salzreduzierung in den Flüssen Werra und Weser haben sich die Bundesländer Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Bayern und Thüringen im März 2016 geeinigt.

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