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Umfrage: Bayerns Bevölkerung sagt Nein zu Wasserprivatisierung

Bayerns Bevölkerung meint: "Wasserprivatisierung? Nein danke!"
Bildquelle: Global 2000
17.04.2013 − 

 

Eine überwiegende Mehrheit der bayerischen Bevölkerung lehnt die Pläne der EU-Kommission ab, die Trinkwasserversorgung für den Wettbewerb zu öffnen. Laut einer aktuellen Meinungsumfrage von TNS Emnid im Auftrag des Kampagnennetzwerkes Campact sind 85 Prozent der Bürger des Freistaates gegen eine Privatisierung, nur elf Prozent halten dies für eine gute Idee.

Zudem fordern 78 Prozent der Bayern, dass sich Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) beim Thema Wasserversorgung gegen Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) durchsetzen soll. Rösler befürwortet im Gegensatz zu Seehofer die EU-Konzessionsrichtlinie. Für die repräsentative Umfrage befragte TNS Emnid vom 20. März bis 11. April 1.016 Menschen aus Bayern.

„Trotz des vermeintlichen Kompromissangebots der Kommission ist die Gefahr für die kommunalen Wasserwerke nicht gebannt. Brüssel stellt weiter die Weichen auf Privatisierung“, sagte Maritta Strasser vom Kampagnennetzwerk Campact. Es reiche nicht, wenn Seehofer verkünde 'unser Wasser muss bayrisch bleiben', sondern die Bürger erwarteten, dass er dies auch in seiner Berliner Koalition durchsetze. Auch 85 Prozent der CSU-Wähler seien gegen eine Privatisierung der Wasserversorgung. „Die Bundesregierung muss die geplante EU-Richtlinie ablehnen“, so Strasser.

Der vollständige Bericht erscheint in Ausgabe 17/2013 von EUWID Wasser und Abwasser.
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