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Zu hohe Nährstoffbelastung Hauptursache für schlechten Zustand der Seen

Zu hohe Nährstoffbelastung Hauptursache
Bildquelle: Deutscher Bundestag
13.04.2018 − 

Hauptsächlich wegen zu hoher Nährstoffeinträge verfehlen die Seen in Deutschland den guten ökologischen Zustand. 24 Prozent der Seen waren 2015 in gutem und 2,3 in sehr gutem Zustand nach der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor (Drucksache 19/01061). Es sei bereits abzusehen, dass noch zusätzliche Maßnahmen benötigt würden, um die Nährstoffbelastung auf ein Maß zu senken, das es ermögliche, den Zielbereich zu erreichen.

Die Bundesregierung sieht zwar einen Trend zum Zielwert hin, dieser werde aber nach ihrer Einschätzung voraussichtlich nicht ausreichen, um für die verbleibenden rund 74 Prozent der Seen das Ziel eines guten ökologischen Zustands bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Der nach der WRRL derzeit laufende zweite sowie der noch folgende Bewirtschaftungszyklus seien dazu zu nutzen, um die Ziele bis spätestens bis zum Jahr 2027 zu erreichen.

Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) formuliert das Ziel, dass bis 2015 mindestens ein guter ökologischer und chemischer Zustand nach der WRRL zu erreichen und in Natura 2000-Gebieten der Erhaltungszustand signifikant zu verbessern ist.

Der Anteil der Seen in gutem oder sehr gutem ökologischen Zustand sei aber deutlich höher als bei anderen Gewässertypen, stellt die Bundesregierung fest. Der Antwort zufolge, die das Bundesumweltministerium (BMU) für die Bundesregierung gegeben hat, waren 2015 6,6 Prozent der Fließgewässer in gutem und 0,1 Prozent in sehr gutem Zustand. Bereits vor einer Woche hatte die Bundesregierung in einer Antwort entsprechende Zahlen über den Zustand der Fließgewässer bekannt gegeben (EUWID 15.2018).

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