|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Abbau von organischen Verunreinigungen im Abwasser mit Hilfe von Sonnenlicht

Abbau von organischen Verunreinigungen im Abwasser mit Hilfe von Sonnenlicht
Bildquelle: LIKAT/Nordlicht
09.11.2020 − 

Chemiker am Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock haben den molekularen Mechanismus eines Fotokatalysators aufgedeckt, der mit Hilfe von Sonnenlicht organische Verunreinigungen im Abwasser vollständig abbaut. Weltweit gelangten z.B. immer mehr Rückstände von Arzneien, wie Entzündungshemmern, Antibiotika oder Verhütungsmitteln, in die Aufbereitungssysteme, wo sie sich nur schwer entfernen ließen, geht aus einer Mitteilung des Leibniz-Instituts hervor.

Die Labore würden verstärkt an fotokatalytischen Lösungen arbeiten, doch das Wissen über die Wirkprinzipien sei lückenhaft. Forschende um Prof. Angelika Brückner und Jabor Rabeah am LIKAT hätten deshalb Fotokatalysatoren gewissermaßen live bei der Arbeit beobachtet und Grundlagen ihrer Funktionsweise aufgeklärt.

Die Bereichsleiterin am LIKAT, Prof. Brückner, erklärte, dass dies der Entwicklung von Fotokatalysatoren für die Abwasserbehandlung neue Wege eröffne. Kollegen aus China seien an sie mit der Bitte um Kooperation herangetreten. In bevölkerungsreichen Regionen Asiens seien organische Verunreinigungen, etwa durch stabile Abbauprodukte von Medikamenten, ein dringliches Problem.

Die chinesischen Kollegen hätten neue Katalysatoren entwickelt und brauchten die Expertise des LIKAT für spezielle Untersuchungen, um ihre Katalysatoren optimal präparieren zu können.

Carbonitrid statt Titanoxid

Gängige Fotokatalysatoren, wie Titandioxid, mit dem beispielsweise selbstreinigende Fensterscheiben beschichtet werden, um Schmutzpartikel zu zersetzen, arbeiteten am effektivsten mit energiereicher UV-Strahlung. Allerdings betrage der UV-Anteil im Sonnenlicht nur fünf bis acht Prozent. Die chinesischen Chemiker nutzten deshalb eine neue Generation von Fotokatalysatoren. Es handle sich um Carbonitrid, das im sichtbarem Licht aktiviert werde.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Keine eindeutigen Hinweise zur Frage der Marktmacht beim Fremdwasserbezug in NRW

Bodenwerder erhält Anlage zur Klärschlammvererdung  − vor