|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

BMU fördert KI-Leuchtturmprojekt zum Schutz des Grundwassers vor Nitrat

BMU fördert KI-Leuchtturmprojekt zum Schutz des Grundwassers vor Nitrat
Eine Grundwasser-Messstelle.
16.10.2020 − 

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), hat in Karlsruhe den Förderbescheid für das Projekt „Nitratmonitoring 4.0" (NiMo) in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro überreicht. Wie das Ministerium mitteilt, entwickelt das Projekt ein System, um mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) die Nitratkonzentration im Grundwasser möglichst genau vorherzusagen.

Damit helfe es, das Trinkwasser zu schützen, das zu 70 Prozent aus Grundwasser gewonnen werde. Das Projekt ist Teil der Förderinitiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen". Das Bundesumweltministerium fördert mit dieser Initiative Projekte, die Künstliche Intelligenz nutzen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen.

Schwarzelühr-Sutter erklärte, der Schutz des Grundwassers als wichtigste Quelle für sicheres und sauberes Trinkwassersehr habe hohe Priorität – und dazu gehöre, dass die Nitratbelastung gesenkt werden müsse. Das Projekt Nitrat-Monitoring 4.0 zeige auf vorbildliche Weise, wie KI-basierte Verfahren ganz konkret zum Schutz des Grundwassers beitragen können. Das Beispiel mache einmal mehr deutlich, wie viel Potenzial für den Umwelt- und Klimaschutz in Künstlicher Intelligenz stecke.

Detaillierte Daten und Vorhersagen als Basis für passgenaue Maßnahmen

Hinter dem Projekt NiMo stehen die Disy Informationssysteme GmbH, das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Die Verbundpartner entwickeln intelligente Verfahren, mit denen die Nitratbelastung im Grundwasser genauer bestimmt werden kann als mit derzeitigen Verfahren.

Detaillierte Daten und Vorhersagen seien die Basis für passgenaue Maßnahmen zum Grundwasserschutz. Mithilfe von KI sollen sie zudem Möglichkeiten identifizieren, die das Messnetz verbessern. Die Projektergebnisse sollen in einer Pilotregion in Baden-Württemberg und einer in Niedersachsen erprobt und so für den bundesweiten Einsatz in der Praxis optimiert werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

Neues Verfahren zur effektbasierten Bestimmung organischer Schadstoffe  − vor