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„FishFlow“ untersucht Kiemen als Vorbild für Mikroplastik-Filter in Waschmaschinen

„FishFlow“ untersucht Kiemen als Vorbild für Mikroplastik-Filter in Waschmaschinen
Eine Quelle für Mikroplastik ist die Waschmaschine.
07.10.2021 − 

Biologen der Universität Bonn wollen zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) und der Firma Hengst in Münster nach dem Vorbild von Fischkiemen einen Waschmaschinenfilter entwickeln, der Mikroplastikpartikel aus dem Abrieb von Synthetikfasern zurückhält. Das Projekt „FishFlow“ werde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für ein Jahr mit rund 500.000 Euro gefördert, teilte die Universität Bonn mit, die von der Fördersumme rund 300.000 Euro erhält.

Nach Schätzungen des Fraunhofer Umsicht werden in Deutschland rund vier Kilogramm Mikroplastik pro Person jährlich freigesetzt und gelangen über Luft, Boden und Gewässer auch in Organismen. Eine Quelle sei die Waschmaschine, so die Hochschule. Pro Waschgang könnten mehrere hundert Milligramm synthetische Mikrofasern je Kilogramm Wäsche in die Umwelt entweichen.

Im Fokus stünden deshalb Filtertechnologien, die die Verbreitung der unter fünf Millimeter kleinen Kunststoffteilchen unterbinden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bonn nehmen nun das Maul von Fischen als biologisches Vorbild für neuartige Filter. „Es gibt viele filtrierende Tiere, aber der Apparat der Fische, von den Kiemenbögen bis zur Weiterleitung der Nahrung in den Verdauungstrakt, weist im Vergleich die höchste Ähnlichkeit zu den Verhältnissen in der Waschmaschine auf“, sagte Prof. Alexander Blanke vom Institut für Evolutionsbiologie und Ökologie der Universität Bonn. In dem Projekt sollen die Strukturen der Fische nachempfunden werden.

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