|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Jahresbilanz 2017: BWB planen bis 2023 Investitionen in Höhe von 2,3 Mrd. Euro

Jahresbilanz 2017: BWB planen bis 2023 Investitionen in Höhe von 2,3 Mrd. Euro
Bildquelle: BWB
03.04.2018 − 

Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) wollen bis 2023 2,3 Mrd. Euro investieren. Das teilte der BWB- Vorstandsvorsitzender Jörg Simon heute bei der Vorstellung der Jahresbilanz für 2017 mit. „Mit dem Ausbau der Klärwerke und der Errichtung weiterer Speicher für Extremwetterlagen verbessern wir die Gewässer- und damit die Lebensqualität in Berlin“, so Simon. „Ungeachtet der hohen Investitionen, die wir aus eigener Kraft stemmen, bleiben unsere Tarife auch in den kommenden mindestens vier Jahren stabil.“

Im Geschäftsjahr 2017 sind die Gesamtinvestitionen den Angaben des Unternehmens zufolge um rund 30 Mio. Euro auf 273,9 Mio. Euro gestiegen. Wegen des feuchten Sommers hat das Unternehmen 2017 deutlich mehr Abwasser gereinigt, etwas weniger Wasser verkauft und für das Land Berlin einen Gewinn von 59,6 Mio. Euro erwirtschaftet, heiß es.

Insgesamt wurden 204,6 Mio. m³ Trinkwasser verkauft –  5,4 Mio. m³ weniger als in 2016. An Abwasser reinigten die BWB 261,7 Mio. m³ und somit 16,8 Mio. m³ mehr als ein Jahr zuvor. Die Umsatzerlöse aus dem Wasserverkauf lagen im vergangenen Geschäftsjahr den Angaben zufolge bei 336 Mio. Euro. Ein Jahr zuvor wurde hier ein Umsatz von 361 Mio. Euro erreicht. Bei den Entwässerungsleistungen lagen die Umsatzerlöse für 2017 bei 691 Mio. Euro – 29 Mio. Euro weniger als im Vorjahr, das geht aus der Gewinn- und Verlustrechung der BWB hervor.

80,88 Mio. für Rohr- u. Kanalsanierungen in 2017

Die Berliner Wasserbetriebe haben ihre Investitionen 2017 um 33,0 Mio. Euro auf 273,9 Mio. Euro erhöht und werden diese eigenen Angaben zufolge in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter steigern. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 111,3 Kilometer Rohre und Kanäle verlegt, saniert oder renoviert. Für die Sanierung und den Ausbau des Kanalnetzes und der Abwasserdruckleitungen hat das Unternehmen 80,88 Mio. Euro aufgewendet. Eines der größten Projekte war der Bau des Speicherbeckens in Waßmannsdorf mit einem Fassungsvermögen von  50.000 m³ (u.a. EUWID 18.2017).

Auch haben die Wasserbetriebe den Beginn des Ausbaus aller Berliner Klärwerke um eine zusätzliche Reinigungsstufe zur Phosphor- bzw. Spurenstoffentfernung eingeleitet. Allein bis 2023 sollen 2,3 Mrd. Euro investieren werden, von denen jeweils etwa die Hälfte den Rohr- und Kanalnetzen sowie den Klär-, Pump- und Wasserwerken zugutekommt. 2017 haben die BWB laut Bilanz 58,63 Mio. Euro in die Klärwerke investiert.

Umsatz um 4,2 Prozent verringert

Der Umsatz der Wasserbetriebe ging 2017 insgesamt um 4,7 Prozent auf ca. 1,10 Mrd. Euro zurück. Der Jahresüberschuss verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf 135,12 Mio. Euro. Von dieser Summe seien 42 Mio. Euro für Investitions-Rücklagen und 34 Mio. Euro für die Tilgung des Kredits für den Rückkauf des Unternehmens durch das Land Berlin vorgesehnen. Die restlichen 59 Mio. Euro werden den Angaben zufolge an den Landeshaushalt ausgeschüttet.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.  

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Hamburg Wasser und Remondis Aqua gründen Gesellschaft zur Phosphorrückgewinnung

Badenova: Überwachung von Kanälen per Funktechnologie  − vor