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Projekt AECO H2+: Elektrochemische Abwasserreinigung erzeugt Wasserstoff

Projekt AECO H2+: Elektrochemische
Quelle: Fraunhofer Umsicht
27.10.2020 − 

Ein neuartiges elektrochemisches Reinigungsverfahren für stark kontaminierte Prozessabwässer soll gleichzeitig Wasserstoff erzeugen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird dafür ein Teststand mit Elektrolysezelle aufgebaut, der den industriellen Einsatz der Technologie vorbereiten soll. Das Projekt AECO H2+ wird von Fraunhofer Umsicht am Standort Sulzbach-Rosenberg mit den Industriepartnern DiaCCon aus Fürth und Blue Eden CleanTech aus Calgary durchgeführt und im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert. Das berichtet Fraunhofer Umsicht in einer aktuellen Mitteilung.

Für die Reinigung industrieller Prozessabwässer mit einer hohen Konzentration an Verunreinigungen (z.B. aus Galvanikprozessen, der Produktion von Biokraftstoffen, der Pharmaindustrie oder bei Abwässern aus Frackingprozessen oder LKW-Waschanlagen) sei die biologische Abwasseraufbereitung in der Regel nicht ausreichend. Je nach Prozess und Einsatzstoffen seien die Belastungen mit organischen und anorganischen, toxischen oder persistenten Verbindungen zu stark und vielfältig, als dass herkömmliche chemisch-physikalische Reinigungsverfahren, eine Einleitung ermöglichen würden.

Eine Alternative für diesen Anwendungsfall könnte ein innovatives elektrochemisches Reinigungsverfahren unter der Verwendung von Diamantelektroden darstellen. Die Untersuchung der Reinigungseffizienz in Bezug auf verschiedenste Abwässer sowie die energetische Optimierung des Verfahrens soll nun am Fraunhofer Institut Umsicht erforscht werden.

In der Laboranlage von Fraunhofer Umsicht wurden zunächst Versuche mit verschiedenen Modellsubstanzen, dann mit realen Prozessabwässern aus der Biokraftstoffproduktion durchgeführt. Dabei konnte den Angaben zufolge gezeigt werden, dass die organische Belastung (gemessen am so genannten CSB-Wert, chemischer Sauerstoffbedarf) durch die elektrochemische Behandlung um bis zu 99 Prozent reduziert werden kann.

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