|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Retentionsbodenfilter soll Briloner Aa besser schützen

Retentionsbodenfilter soll Briloner Aa besser schützen
Bildquelle: Tanja Esser - stock.adobe.com - 210730943
05.11.2018 − 

Der Ruhrverband hat für die Stadt Brilon mit dem Bau eines Retentionsbodenfilters in Brilon-Altenbüren begonnen. Der neue Bodenfilter wird nach Inbetriebnahme den Entlastungsüberlauf des Stauraumkanals in Altenbüren reinigen, teilte der Ruhrverband mit. Dadurch würden sowohl der empfindliche Aabach als auch das Grundwasser vor Verschmutzungen geschützt.

Die Altenbürener Kanalisation ist ein Mischsystem, in dem Schmutz- und Niederschlagswasser gemeinsam abgeführt werden, erklärte der Verband. Der Stauraumkanal in Altenbüren speichere das Niederschlagswasser, das nicht direkt zur Kläranlage weitergeleitet werden kann. Für ergiebige, langanhaltende Regenfälle sei das Speichervolumen von Stauraumkanälen allerdings nicht ausgelegt. Das zufließende Wasser werde daher über ein Überlaufbauwerk in den Briloner Aabach schadlos entlastet. Hier versickere das Wasser bei trockenem Wetter teilweise direkt ins Grundwasser.

Durch den neuen Bodenfilter werde der Entlastungsüberlauf des Stauraumkanals auf der schilfbewachsenen Oberfläche des Filters verteilt, führte der Ruhrverband weiter aus. In der ein Meter mächtigen Sandschicht des Filters werde das Wasser während des Versickerungsvorgangs gereinigt und anschließend über Drainagen gesammelt und in die Aa abgeleitet. Der Versickerungseffekt führe zusätzlich zu einer Verlangsamung des Abflusses und damit zu einem zeitlichen Rückhalt der Wassermassen. Ein plötzlicher Anstieg des Wasserstandes in der Aa wird dadurch effektiv vermindert.

Die Baumaßnahme wird den Angaben zufolge voraussichtlich ca. 3,2 Millionen Euro kosten, wovon 1,4 Millionen Euro durch die NRW-Bank gefördert werden. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich elf Monate. Da im Anschluss zunächst die Schilfbepflanzung wurzeln und angehen muss, ist die Inbetriebnahme des Filters erst im Herbst 2020 möglich, erklärte der Verband.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der kommenden Ausgabe 46.2018 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 13.11.2018 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Sie wollen mehr? Das aktuell vergünstigte Premium-Abo+ bietet Ihnen eine perfekte Kombination aus dem Print- und Digitalangebot von EUWID Wasser und Abwasser.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Gelsenwasser übernimmt Kläranlage in Schkopau

Erftverband: Trockenheit und Spurenstoffe waren größte Herausforderungen in 2018  − vor