TH Köln optimiert Prototyp zur Methangasernte aus Stauseen

Forschende der TH Köln haben gemeinsam mit Partnern einen Prototyp zur Methangasernte aus Stauseen weiterentwickelt. Mit Hilfe des optimierten Verfahrens lasse sich mehr als doppelt so viel Methan aus Stauseen entnehmen wie bisher und gleichzeitig die Stauraumverlandung beheben, teilte die Hochschule mit. Bei der Entwicklung des Prototyps habe das Team auf Ergebnisse aus dem Vorgängerprojekt Melist zurückgegriffen.

„Stauseen sind nicht nur für die Trink- und Brauchwasserversorgung relevant, sondern dienen auch dem Hochwasserschutz sowie der Energieerzeugung und stellen wichtige Lebensräume dar“, sagte Prof. Christian Jokiel vom Labor für Wasser und Umwelt der TH Köln. Das Absperren von Fließgewässern unterbinde jedoch den natürlichen Transport des Sediments. Es komme zur Stauraumverlandung, bei der Sedimente sich vor Absperrbauwerken ablagern. „Dadurch verringert sich nicht nur das Stauvolumen, durch den Abbau von organischem Material im sich anhäufenden Sediment entsteht zudem das Treibhausgas Methan“, machte er deutlich.

Um die Verlandung und die Methanemissionen zu reduzieren, hat das Projektteam die Wupper-Vorsperre nördlich von Hückeswagen untersucht und dort einen Prototyp zur Gasernte getestet, berichtete die TH Köln. „Die Vorsperre mit ihrem Volumen von 307.000 Kubikmetern gibt jährlich so viele klimaschädliche Treibhausgase ab wie ein Pkw auf anderthalb Millionen Fahrkilometern“, sagte Mara Offermann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Labor für Wasser und Umwelt der TH Köln.

Zudem habe die Analyse ergeben, dass bei höheren Temperaturen deutlich mehr Methan freigesetzt werde. Mit Blick auf steigende Temperaturen durch den Klimawandel sei daher in Zukunft mit vermehrten Methangasemissionen aus Stauräumen zu rechnen....

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