|  
International» weitere Meldungen

Umweltverbände kritisieren Subventionen in Wasserkraft in Staaten des Westbalkans

Umweltverbände kritisieren Subventionen in Wasserkraft in Staaten des Westbalkans
©fottoo - stock.adobe.com
30.09.2019 − 

Umweltverbände haben ein Ende der Subventionen für Wasserkraft in den Staaten des Westbalkans gefordert. Wasserkraft trage wenig zur Energieversorgung, dafür aber erheblich zur Umweltzerstörung bei, heißt es in einer Mitteilung von CEE Bankwatch Network, Riverwatch, EuroNatur und WWF Adria. Darüber hinaus profitierten nur einige wenige Personen von den Förderprogrammen, und die Entwicklung von Solar- und Windkraft stagniere.

Zwischen 2009 und 2018 habe sich die Zahl der Wasserkraftwerke mit weniger als 10 Megawatt Leistung in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien von 108 auf mindestens 488 Anlagen vervierfacht, kritisierte CEE Bankwatch.

Angetrieben werde diese Entwicklung von großzügigen, staatlich gestützten Einspeisetarifen, die allerdings den EU-Leitlinien über Staatsbeihilfen für Umweltschutz und Energie widersprächen. Während die Entwicklung der Solar- und Windkraft im Schneckentempo verlaufe, seien nicht weniger als 70 Prozent der Beihilfen für die erneuerbaren Energie in dieser Region an Klein-Wasserkraft geflossen. Trotz all dieser Unterstützung trage die Wasserkraft aber nur zu 3,6 Prozent der gesamten Energieerzeugung bei.

"Gemeinden verlieren ihre zentralen Wasserquellen"

Nach Angaben der Verbände hat der Boom der Wasserkraftwerke hat in vielen Teilen des Westbalkans für Empörung in der Bevölkerung gesorgt. Flüsse und Bäche, oft in Schutzgebieten und anderen ökologisch wertvollen Regionen würden aufgestaut oder über Rohre abgeleitet; zurück blieben trockene Flussbetten. Gemeinden verlören dadurch ihre zentralen Wasserquellen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Studie: Sinkende Grundwasserspiegel bedrohen die Vitalität der Ökosysteme

Chlorothalonil häufigste Ursache für Pestizidbelastung im Schweizer Trinkwasser  − vor