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5 Mio. Euro für Klärschlamm- Monoverbrennungsanlage in Mainz-Mombach


Bildquelle: WB Mainz
05.07.2018 − 

Das rheinland-pfälzische Umweltministerium unterstützt den Bau der Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm in Mainz-Mombach mit fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Anlage soll CO2-neutral und energieeffizient werden, deswegen erhält die Thermischen Verwertung Mainz GmBH (TVM) diese Förderung, teilte das Ministerium mit.

In der Anlage sollen künftig die Schlämme der kommunalen Kläranlagen Mainz und Kaiserlautern sowie des Abwasserzweckverbands „Untere Selz“ (AVUS) und weiterer kommunaler Kläranlagen im Umkreis von rund 100 Kilometern verwertet werden. Durch die Verbrennung der Klärschlämme wird die Kläranlage Mainz den Angaben zufolge energieautark. Die überschüssige Wärme soll zusätzlich an rund 4.000 Haushalte abgegeben werden. Künftig sollen im Zentralklärwerk jährlich 37.500 Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz verbrannt werden. Das entspricht einem Durchsatz von fünf Tonnen pro Stunde.

„Mit einer hervorragenden CO2-Bilanz – denn es wird mehr CO2 eingespart als emittiert – leistet die TVM mit ihrer neuen Monoklärschlammverbrennungsanlage Pionierarbeit und einen zentralen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz: Sie wird etwa 26.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen, überschüssige Wärme an rund 4.000 Haushalte abgegeben und langfristig zur Entsorgungssicherheit für die ganze Region beitragen“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) bei der Übergabe des Förderbescheids an Carsten Krollmann, Geschäftsführer der TVM. „Das macht die energieautarke Klärschlammverbrennungsanlage einzigartig in Rheinland-Pfalz“, so Höfken weiter.

Die TVM Mainz GmbH wertet die Förderung durch das Land eigenen Angaben zufolge als Belohnung der Energieeffiziens und CO2-Einsparung der Anlage. Dies sei ein klares Votum für das Gemeinschaftsprojekt.

Zuletzt berichtete EUWID Wasser und Abwasser unter anderen über Kostensteigerungen für die Klärschlamm-Verbrennungsanlage – unter anderem wegen zeitlichen Verzögerungen durch den jahrelangen Rechtsstreit (EUWID 17.2018).

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 28.2018 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 10. Juli 2018 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche. Mehr zum Thema Klärschlamm finden Sie im EUWID Report Klärschlamm 2018.

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