|  

BMU und BfN sehen bei Flussauen weiterhin dringenden Handlungsbedarf

BMU und BfN sehen bei Flussauen weiterhin dringenden Handlungsbedarf
Elbaue (Symbolbild)
30.03.2021 − 

Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sehen nach wie vor dringenden Handlungsbedarf bei Flussauen in Deutschland. Zwar habe sich der Auenzustand in den letzten zehn Jahren nicht gravierend verschlechtert, teilten BMU und BfN gemeinsam mit. Dennoch seien mehr als die Hälfte der Flussauen durch Begradigungen, Deichbau und intensive Nutzung der Flächen stark verändert. Zwei Drittel der Flussauen stünden bei Hochwasser nicht als Überschwemmungsflächen zur Verfügung. Das geht aus dem Auenzustandsbericht 2021 hervor, den Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und BfN-Präsidentin Beate Jessel vorgestellt haben.

Der zweite Auenzustandsbericht seit 2009 dokumentiert den Zustand der Auen an Deutschlands Flüssen, den Verlust von Überschwemmungsflächen und den Stand der Auenrenaturierung. „Der Auenzustandsbericht zeigt, wie dringend es ist, Auen zu renaturieren und den Flüssen wieder mehr Raum zu geben“, betonte Schulze. Mit dem Bundesprogramm Blaues Band Deutschland, mit dem entlang der Bundeswasserstraßen und ihrer Auen ein Biotopverbund entwickelt werden soll, sei bereits ein Paradigmenwechsel eingeleitet. „Hier werden wir zukünftig mit dem Förderprogramm Auen mehr und vor allem großflächige Renaturierungsprojekte an Flüssen und in deren Auen fördern“, kündigte Schulze an.

Gegenüber dem ersten Bericht von 2009 zeigt sich ein kaum verändertes Bild, erklärten BMU und BfN. Der Großteil der Auen in Deutschland sei so stark verändert, dass er seine ökologischen Funktionen nur unzureichend erfüllen kann. Zu gut einem Drittel würden die überflutbaren Auen als Ackerflächen sowie als Siedlungs-, Verkehrs- und Gewerbeflächen genutzt. Artenreiche Wiesen, Feuchtgebiete und Auenwälder seien dagegen selten. Nur noch neun Prozent der Auen seien ökologisch weitgehend intakt. Zudem seien viele Flüsse kaum noch mit ihren Auen verbunden. So sind an Rhein, Elbe, Oder und Donau mehr als zwei Drittel der ehemaligen Auen durch Deiche vom Fluss abgetrennt. Durch den Klimawandel steigt dadurch die Gefahr, dass vermehrte Hochwasser große wirtschaftliche Schäden anrichten können, warnen BMU und BfN.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Bundeswasserstraßen werden auch als Gewässer vom Bund verwaltet

Baden-Württemberg investiert 189 Mio. Euro in Abwasserentsorgung und Gewässerschutz  − vor