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Der Binnenhochwasserschutz in Schleswig-Holstein wird neu aufgestellt

Der Binnenhochwasserschutz in Schleswig-Holstein wird auf neue Beine gestellt.
Hochwasser - Symbolbild
01.07.2020 − 

Der Hochwasserschutz im schleswig-holsteinischen Binnenland wird auf neue Beine gestellt. Die Landesregierung hat am 30. Juni den Vorschlag von Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) für eine Fortschreibung des Generalplans Binnenhochwasserschutz in die Verbandsanhörung gegeben. Wie das Landesumweltministerium mitteilt, wird der Plan durch einen neuen Leitfaden zum Starkregenrisikomanagement begleitet.

„Neben dem Generalplan Küstenschutz ist der Generalplan Binnenhochwasserschutz die tragende Säule zum Schutz der Einwohner*innen vor Hochwassergefahren. Mit seiner Fortschreibung wird der Binnenhochwasserschutz auf eine zukunftsfeste Grundlage gestellt“, erklärte der Minister.

An 702 km der insgesamt ca. 30.000 km Fließgewässer im schleswig-holsteinischen Binnenland seien nach derzeitiger Einschätzung signifikante Hochwasserrisiken durch Flusshochwasser vorhanden oder wahrscheinlich. Ziel des Generalplans sei es, über bestehende Risiken zu informieren und die Strategien zur Verringerung von Hochwasserrisiken in der Zukunft weiterzuentwickeln. Leitlinie dafür seien die Vorgaben für den Hochwasserschutz aus dem europäischen Wasserrecht, die im Plan aufgegriffen werden.

Der Entwurf der Fortschreibung des Generalplans einschließlich des Leitfadens zum Starkregenrisikomanagement wurde nach Angaben des Ministeriums gemeinsam mit Vertretern der Landwirtschaft, der Wasser- und Bodenverbände sowie der Kreise und kreisfreien Städte erarbeitet. Nach Abschluss der Verbandsbeteiligung sei die abschließende Entscheidung der Landesregierung zur Fortschreibung des Generalplans für Ende 2020 vorgesehen.

Auslöser für den 2007 erstmals erstellten Generalplan Binnenhochwasserschutz und Hochwasserrückhalt waren demnach die Hochwasserereignisse an der Elbe und im Binnenland Ende der 1990er Jahre und im Sommer 2002. Hochwasserereignisse in den darauffolgenden Jahren häuften sich und nahmen in der Höhe der Wasserstände und der damit einhergehenden Schäden zu. Als herausragendes Ereignis wird das Hochwasser 2013 an der Elbe genannt, das für den schleswig-holsteinischen Abschnitt fast den Bemessungswert der Hochwasserschutzanlagen erreichte. Aber auch für die anderen Fließgewässer Schleswig-Holsteins waren bedeutende Hochwasser zu verzeichnen, beispielsweise das „Weihnachtshochwasser“ 2014/2015, das landesweit in vielen Einzugsgebieten neue Höchstwasserstände erreichte.

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