|  

Deutscher Wetterdienst warnt vor häufigen Dürren in Deutschland

Deutscher Wetterdienst warnt vor häufigen Dürren in Deutschland
© fotografci - stock.adobe.com
27.03.2019 − 

Die außergewöhnliche Trockenheit im Jahr 2018 wird nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kein Einzelereignis bleiben. Es sei künftig häufiger, wenn nicht gar in regelmäßigen Abständen, mit Dürre in Deutschland zu rechnen, sagte DWD-Vizepräsident Paul Becker gestern bei der jährlichen Klima-Pressekonferenz des nationalen Wetterdienstes in Berlin.

Die Nutzung langfristiger Vorhersagen von Trockenperioden werde damit immer wichtiger und sei eine notwendige Anpassung an den Klimawandel. Der DWD hat nach eigenen Angaben eine neue Langfristvorhersage entwickelt, die Landwirten bis zu sechs Wochen im Voraus die Bodenfeuchte vorhersagen und über potentielle Dürregefahren informieren könne.

Im vergangenen Jahr fielen dem DWD zufolge in Deutschland nur rund 60 Prozent der sonst hier üblichen Niederschläge. Vor allem die Monate April bis November seien außergewöhnlich trocken gewesen. Die Folgen seien vor allem für die Land- und Forstwirtschaft dramatisch gewesen: Es herrschte Dürre in großen Teilen Deutschlands, in vielen Regionen verdorrte das Gras auf den Weiden, bei Getreide und Feldfrüchten kam es zu erheblichen Ernteausfällen und damit auch wirtschaftlichen Schäden, bundesweit traten Wald- und Feldbrände auf.

Neue Langfristvorhersagen sollen Prognosen von Dürren ermöglichen

Grundlage der neuen DWD-Dürreprognosen sind den Angaben zufolge Vorhersagen der Bodenfeuchte, die beschreibt, wie viel Wasser im Boden gespeichert ist. So kann es im Sommer wochenlang nicht geregnet haben und trotzdem verfügen die Pflanzen durch die gespeicherte Bodenfeuchte aus Niederschlägen des Winters und Frühlings über genug Wasser für ihr Wachstum. Der Boden wirkt als Puffer, kann Pflanzen auch mal über längere Trockenzeiten hinweghelfen, erläutert der DWD. Die Bodenfeuchte ist eine sich nur langsam verändernde Speichergröße. Genau diese Eigenschaft werde bei der Berechnung langfristiger Bodenfeuchte-Vorhersagen genutzt. Mit den heute verfügbaren Vorhersagetechniken hätte der DWD die im Juni 2018 in großen Teilen Deutschlands anhaltende Dürre schon sechs Wochen vorher mit guter Qualität vorhersagen können, sagte Becker.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − EU-Parlament: Verbraucher sollen Vertrauen in Qualität von Leitungswasser bekommen

Nitrateinträge: VKU unterstützt Standpunkt der Kommission im Streit ums Düngerecht  − vor