|  

Europäisches Parlament verabschiedet Trinkwasserrichtlinie

Europäisches Parlament verabschiedet Trinkwasserrichtlinie
Die neue Richtlinie erfüllt Forderungen von "Right2Water"
16.12.2020 − 

Das Europäische Parlament hat die neue Trinkwasserrichtlinie verabschiedet. Das Plenum billigte am Dienstag die mit den Mitgliedstaaten erzielte Einigung über die neue Richtlinie, teilte das Europaparlament mit. Anfang Dezember hatte bereits der Umweltausschuss grünes Licht gegeben. Die neuen Regeln sollen dafür sorgen, dass es in der gesamten EU hochwertiges Leitungswasser gibt. Erfüllt werde damit die Forderung von mehr als 1,8 Millionen Europäerinnen und Europäern, die die europäische Bürgerinitiative „Right2Water“ unterzeichnet haben. „Right2Water“ zielt auf besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Europäerinnen und Europäer ab und wird nun als erste erfolgreiche Initiative ihrer Art in Gesetzesform gegossen.

Vorgesehen sei, dass die Mitgliedstaaten Wasser in öffentlichen Gebäuden kostenlos bereitstellen. Außerdem sollen sie Restaurants, Kantinen und Cateringdienste dazu anhalten, ihren Kunden Leitungswasser kostenlos oder gegen eine geringe Servicegebühr anzubieten. Die Mitgliedstaaten sollen darüber hinaus dafür sorgen, dass gefährdete Gruppen wie Flüchtlinge, Nomadengemeinschaften, Obdachlose und kulturelle Minderheiten besseren Zugang zu Trinkwasser erhalten, erklärte das Parlament.

Mit der Trinkwasserrichtlinie will die EU die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Bürgerinnen und Bürger anstelle von abgefülltem Wasser Leitungswasser trinken können. Durch die Einführung strengerer Grenzwerte für bestimmte Schadstoffe, beispielsweise für Blei, soll die Qualität des Leitungswassers in der gesamten EU verbessert werden, damit mehr Menschen auf Leitungswasser umsteigen.

Bis Anfang 2022 werde die Europäische Kommission eine Liste von Stoffen und Verbindungen ausarbeiten, die aus Sicht der Öffentlichkeit oder der Wissenschaft gesundheitlich bedenklich und entsprechend zu überwachen sind, kündigte das Parlament an. Dazu zählen etwa Arzneimittel, hormonaktive Stoffe und Mikroplastik. Die Kommission erstelle zudem europäische Listen, die angeben, welche Stoffe mit Trinkwasser in Kontakt kommen dürfen. Die Mitgliedstaaten hätten dafür zu sorgen, dass sie bei der Umsetzung der neuen Normen nach dem Vorsorgeprinzip handeln. Dabei dürfe es keinesfalls zu einer Verschlechterung der derzeitigen Trinkwasserqualität kommen, betonte das Parlament.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − DVGW-Umfrage: Wasserbranche bewältigt Corona-Herausforderungen erfolgreich

In Thüringen gibt es jetzt einen Landeswasserverbandstag  − vor