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Lippe-Nebenfluss Ahse weist im gesamten Flusslauf viel zu hohe Nitratwerte auf

Lippe-Nebenfluss Ahse weist im gesamten Flusslauf viel zu hohe Nitratwerte auf
D. Seidel und L. Hoster (© VSR-Gewässerschutz)
17.03.2020 − 

Der Fluss Ahse weist im gesamten Flusslauf viel zu hohe Nitratwerte auf. Zu diesem Ergebnis kommt der VSR-Gewässerschutz nach der Auswertung einer Messfahrt an dem Lippe-Nebenfluss. Nach den Vorgaben der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) dürfe das Wasser höchstens 2,5 Milligramm pro Liter (mg/l) Nitrat-Stickstoff beinhalten, teilte der Verein in Geldern mit. Das entspreche umgerechnet 11 mg/l Nitrat. Diese Vorgaben würden an der Ahse stets deutlich überschritten.

Als Ursache für die hohe Nitratbelastung nennt der VSR-Gewässerschutz erneut den Preisdruck des Lebensmitteleinzelhandels auf die Landwirte. Die Produktion günstiger Lebensmittel könne nur in einer intensiven Landwirtschaft mit hohen Düngemengen erfolgen. An der Ahse belasteten dadurch große Mengen an Gülle und Mineraldüngern aus der intensiven Landwirtschaft den gesamten Flusslauf und seine Nebenflüsse.

Quellteich enthält bereits 73,7 mg/l Nitrat

Bei der Beprobung fanden Dagmar Seidel, Mitarbeiterin im VSR-Gewässerschutz, und die beiden Bundesfreiwilligen Milan Toups und Lennart Hoster heraus, dass bereits der Quellteich der Ahse in Lohne, einem Ortsteil der Gemeinde Bad Sassendorf, mit einem Nitratwert von 73,7 mg/l erheblich belastet ist, berichtete der Verein von der Messfahrt. An der Mündung in die Lippe liege die Belastung bei 30 mg/l.

Mehr Ökolandbau gefordert

Der VSR-Gewässerschutz fordert von der nordrhein-westfälischen Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU), die ökologische Landwirtschaft in der Soester Börde, der Region an den Ufern der Ahse, zu fördern. Im Kreis Soest liege der Anteil der ökologischen Fläche bei nur 2,7 Prozent. Dies sei in Anbetracht des bundespolitischen Ziels von 20 Prozent ökologisch bewirtschafteter Agrarflächen bis 2030 vernichtend wenig.

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