|  

VSR-Gewässerschutz: Hohe Nitrat-Einträge beeinträchtigen Wasserqualität der Niers

VSR-Gewässerschutz: Hohe Nitrat-Einträge beeinträchtigen Wasserqualität der Niers
Bildquelle: VSR-Gewässerschutz
21.11.2018 − 

In der Niers verdoppeln sich zwischen Mönchengladbach und der Mündung in die Maas die Nitratkonzentrationen. Zu diesem Ergebnis ist der VSR-Gewässerschutz in einer Messfahrt an der Niers gekommen. Es zeige sich, dass die hohen Nitratbelastungen im Grundwasser am Niederrhein erhebliche Auswirkungen auf die Wasserqualität der Niers hätten, teilte der Verein mit.

„Es fehlen Kontrollen, welche Düngemengen tatsächlich auf den Feldern landen. Selbst die Gülleimporte aus den Niederlanden werden nur unzureichend dokumentiert“, kritisierte die Vorsitzende des VSR-Gewässerschutz, Susanne Bareiß-Gülzow. Die Kreisverwaltungen hätten bisher keine Möglichkeit, das Aufbringen von Gülle auf landwirtschaftlichen Flächen zu kontrollieren. Der Verein fordert daher die Landesregierung in NRW auf, den Kreisen eine Kontrollmöglichkeit zu geben.

Die Niers überschreitet die Grenzwerte der Oberflächengewässerverordnung fast um das Doppelte, fasst der VSR-Gewässerschutz seine Ergebnisse zusammen. Alle Flüsse sollten jedoch einen Nitratmesswert von unter 12,3 mg/l aufweisen, wenn sie Deutschland verlassen. Die Niers sei wesentlich stärker belastet als die aufnehmende Maas. Durch den Zufluss der Niers kämen somit die Nährstoffe, die per Gülle-Lkw an den Niederrhein geschafft worden seien, teilweise wieder zurück.

Allerdings zeigten die Ergebnisse auch, dass das in den Niederlanden funktionierende Kontrollsystem in Deutschland fehle. Hier liege die Kontrolle außerhalb der Wasserschutzgebiete allein bei der Landwirtschaftskammer. „Dass hier der Erfolg ausbleibt, ist nicht verwunderlich. Als berufsständische Selbstverwaltungskörperschaft bilden hier Landwirte und Gärtner die ehrenamtliche Entscheidungsgremien“, so Bareiß-Gülzow.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Sie wollen mehr? Das aktuell vergünstigte Premium-Abo+ bietet Ihnen eine perfekte Kombination aus dem Print- und Digitalangebot von EUWID Wasser und Abwasser.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Baden-Württemberg will Vorreiterrolle bei der Spurenstoffelimination weiter ausbauen

EU-Rechnungshof: Umsetzung der Hochwasserrichtlinie muss verbessert werden  − vor