|  

AGW fordert verschärfte Düngeverordnung für NRW

AGW fordert verschärfte Düngeverordnung für NRW
Bildquelle: romankrykh - stock.adobe.com
03.12.2018 − 

Die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (AGW) hat eine Verschärfung des Entwurfs der nordrhein-westfälischen Landesdüngeverordnung gefordert. Aus dem Katalog von abweichenden Vorschriften, die die Düngeverordnung des Bundes (DüV) den Landesregierungen ermöglicht, sollten angesichts der hohen Nitratwerte im Grundwasser zusätzliche und aus wasserwirtschaftlicher Sicht wirkungsvollere Maßnahmen Anwendung finden, heißt es in der AGW-Stellungnahme zum Entwurf der Landesdüngeverordnung (LdüngV).

Der Entwurf beinhaltet drei Maßnahmen für Gebiete, in denen das Grundwasser durch Nitrateinträge besonders belastet ist: eine Verpflichtung zur Analyse der Nährstoffgehalte eigener Wirtschaftsdünger wie Mist oder Gülle, eine längere Sperrfrist für Grünland, in der keine Düngung zulässig ist, und die Pflicht zur schnelleren Einarbeitung von ausgebrachter Gülle oder Gärresten. Als Maßnahme, die am besten geeignet sei, um die landwirtschaftliche Stickstoffbelastung zu mindern, sollte laut AGW aber der Kontrollwert auf zunächst 50 kg Stickstoff je Hektar und Jahr bis 2020 und danach auf 40 kg Stickstoff je Hektar und Jahr beschränkt werden.

Der Kontrollwert zeige die Stickstoffüberschüsse eines Betriebes an, die sich nach Betrachtung der Nährstoffzufuhr und -abfuhr aus den Nährstoffvergleichen über mehrere Jahre ergeben. Diese Flächenbilanzüberschüsse seien besonders auswaschungsgefährdet, da eine pflanzliche Verwertung nicht stattfindet.

Durch die Beschränkung auf in Zukunft 40 kg pro Hektar und Jahr werde die auswaschungsgefährdete Menge reduziert, so die Arbeitsgemeinschaft. Es sei daher unverständlich, warum diese Maßnahme in dem vorliegenden Entwurf nicht berücksichtigt worden sei. Gerade auf sandigen Böden sei zudem zu befürchten, dass selbst der geminderte Überschuss von 40 kg pro Hektar und Jahr zu hohen Einträgen ins Grundwasser führen werde – deshalb wäre hier nach Auffassung der AGW über eine weitere Verschärfung zu diskutieren.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49.2018 von EUWID Wasser und Abwasser, die in am 4.12.2018 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Sie wollen mehr? Das aktuell vergünstigte Premium-Abo+ bietet Ihnen eine perfekte Kombination aus dem Print- und Digitalangebot von EUWID Wasser und Abwasser.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − BMU fördert Naturschutzprojekt mit 13,6 Millionen Euro

ECHA: Mikroplastik für Böden bedenklicher als für Ozeane  − vor