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Berliner Wasserbetriebe steigern Investitionen auf 346 Mio. Euro

Berliner Wasserbetriebe steigern
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24.04.2019 − 

Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) haben im vergangenen Geschäftsjahr 346 Mio. Euro in ihre Infrastruktur investiert. Diese Summe übersteigt den Wert des Vorjahres mit 104 Mio. Euro. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2018 mit. Der Wasserabsatz war nach dem nassen Jahr 2017 auch 2018 erneut deutlich vom Wetter beeinflusst. Der trockene Sommer ließ den Wasserverkauf ansteigen.

„Der Rekordsommer 2018 hat unsere Systeme zwar herausgefordert, aber wir haben durchgängig eine stabile Versorgung der Hauptstadt gesichert“, so Vorstandsvorsitzender Jörg Simon. „Das liegt auch an der guten Verfassung unserer Infrastruktur, die wir durch steigende Investitionen zukunftsfähig halten.“

Im Jahr 2018 haben die BWB insgesamt 222,8 Mio. m³ Trinkwasser verkauft (+18,2 Mio. m³), während die Abwasserreinigung um 9,6 Mio. m³ auf 252,1 Mio. m³ zurückging. Der Umsatz stieg um 52,4 Mio. Euro auf 1.152,0 Mio. Euro. Für das Land Berlin wurde ein Gewinn von 111,7 Mio. Euro erwirtschaftet.

Zusätzliche Reinigungsstufen für Berliner Klärwerke

Alles in allem hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge 141,9 Rohr- und Kanalkilometer erneuert bzw. saniert, 30,6 Kilometer mehr als 2017. Hierfür seien die Ausgaben um 65,0 auf 185,1 Mio. Euro angestiegen. 79 Prozent der Abwasserkanäle wurden stadt- und umweltverträglich mit modernen grabenlosen Verfahren saniert.

Hohe Investitionen tätigten die BWB auch für ihre sechs Klärwerke, die mit zusätzlichen Reinigungsstufen ausgerüstet werden sollen. Dies führte im Abwasser-Bereich zu einem Investitionswachstum um 34,9 auf 93,5 Mio. Euro. So sei im Klärwerk Waßmannsdorf der 50.000 m³-Mischwasserspeicher fertiggestellt und zwei neue Beckenlinien sowie eine Anlage zur weitergehenden Phosphorentfernung betoniert worden.

Die Investitionen in die Infrastruktur haben sich laut den BWB auch auf die Zahl der Beschäftigten ausgewirkt. Im vergangenen Jahr haben die Wasserbetriebe mit 167 Fachleuten 63 Menschen mehr als 2017 eingestellt. Die Gesamtzahl der Beschäftigten sei erstmals wieder um 46 auf 4.382. 271 angestiegen – die Ausbildungsquote liegt bei 6,8 Prozent.

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